Vorsitzender Günter Rath und sein Stellvertreter Franz Petter hatten die Gerätschaften wieder gangbar gemacht und Schmiedekohle besorgt. Außerdem hatten sie sich zwei Experten zur Demonstration ins Museum geholt. Zum einen Nico Weber, Hufschmied aus Kairlindach, zum anderen Manfred Welker, Kreisheimatpfleger, aber auch Schlossermeister. Beide zeigten am Amboss, was sich aus einem Stück Eisen alles schmieden lässt.
Zunächst galt es, die schon lange nicht mehr benutzte Esse anzuheizen und für die richtige Temperatur zu sorgen. Rot bis weißglühend muss das Eisen sein, sodass es sich auf dem Amboss mit dem Hammer zu kleinen Kunstwerken formen lässt. Unterschiedlich gestaltete Schmiedehämmer und Hilfshämmer, aber auch Zangen, ein Abschrot und das Rundhorn kamen zum Einsatz.
Weber schmiedete auf dem Amboss ein Hufeisen unter Zuhilfenahme eines Falzhammers sowie etlicher Durchschläge. Unter den Händen von Manfred Welker entstanden aus den Eisenstücken eine kleine stilisierte Schnecke.
In Weisendorf gab es früher drei Schmieden, wie sich die anwesenden Weisendorfer erinnerten. Dorthin ging man, wenn die Landwirte ihre Schare dengeln ließen oder wenn die Pferde neue Hufeisen bekamen. Inzwischen sind viele Ausstattungsgegenstände der Werkstätten im Museum gelandet.

Bulldogs haben viele Fans

Rund um das Gebäude am Reuther Weg und auch darin gab es aber noch mehr zu sehen. Für die Kinder gab es einen Malwettbewerb mit Motiven aus dem Museum. Gut kam bei ihnen auch an, wenn sie mit Adam Mayer ein Seil herstellten. Außerdem konnte das Museum unter fachkundiger Führung besichtigt werden. Vor allem die Oldtimer-Bulldogs hatten es vielen angetan. Franz Petter war hier der Ansprechpartner, nennt er doch selber mehrere Exemplare sein Eigen. Auch die Gerätschaften, mit denen die Traktoren zur Feldbestellung eingesetzt wurden, konnten im Museum bestaunt werden. Daneben waren die Ausstattung einer Schusterwerkstatt und eben der erwähnten Schmieden Zeugnisse alter Handwerkskunst.