Der Spielplatz in Hannberg ist fertig und wurde von Bürgermeister Horst Rehder (BB) jetzt offiziell seiner bestimmung übergeben. Schon seit einem Monat konnte der Platz getestet werden, und am Montagnachmittag schnitt der kleine Lion, assistiert vom Bürgermeister, das Band durch. Die Erzieherinnen der benachbarten Einrichtungen freuten sich über den Spielplatz, der nach der Hoffnung seiner Erbauer eigentlich keine Wünsche offen lassen sollte.
2000, 10 000, vielleicht sogar eine Million Euro, schätzten die Kinder, hat der neue Spielplatz gekostet. Damit lagen sie aber daneben, rund 60 000 Euro investierte die Gemeinde Heßdorf in das kleine Spielparadies nahe Schule, Kindertagesstätte und Hort. Herausgekommen ist dabei scheinbar manch "Cooles", was auch an der Begeisterung der Kinder zu sehen war. Sie stürmten nach der Eröffnung den Platz und eroberten Seilbahn, Kletterpyramide, das Trampolin und zwei Nestschaukeln. Der Hügel mit der Seilbahn wird von einem Kletter- und Rutschturm überragt und bei den warmen Temperaturen stand erwartungsgemäß vor allem die Matschanlage im Mittelpunkt.
In seiner Eröffnungsrede wies der Bürgermeister auf die zwei Bäume hin, von denen einer zum "Schnullerbaum" werden und dafür auch noch ein Schild angebracht werden soll. Außerdem seien noch zwei Sonnensegel für die Sitzgruppe sowie für die Matschanlage bestellt, und die "Minikicker" bekommen noch ein Kleinfeldtor. Es gab viel Beifall für die neue Anlage und für die Kindergartenkinder, die extra ein Lied gedichtet hatten, das sie mit ihren Erzieherinnen zum Besten gaben. Dem standen auch die Krippenkinder in nichts nach und überreichten dem Bürgermeister zwei selbstbemalte und bepflanzte Blumentöpfe. Die Gemeinde hatte zur Einweihung extra ein Partyzelt aufgestellt und der Bürgermeister brachte Getränke und Gebackenes für Groß und Klein mit.


Rechtsaufsicht war involviert

Im Vorfeld der Einweihung hatte es wegen des Grundstückserwerbs im Gemeinderat Vorwürfe gegen den Bürgermeister gegeben. Die Freien Wähler hatten den Bürgermeister der arglistigen Täuschung bezichtigt und kritisiert, dass für das Grundstück ebenso wie für den benachbarten Parkplatz der Seebachsporthalle ein Pachtvertrag bestehen würde. Der Bürgermeister habe die entsprechenden Beschlüsse nicht umgesetzt, was die Freien Wähler zum Anlass nahmen, die Rechtsaufsichtsbehörde einzuschalten.
Wie sich herausstellte, war der Pachtvertrag damals unterzeichnet worden, damit sich die Gemeinde die Verfügbarkeit des Grundstückes sichern konnte, und wurde durch den Kauf aufgehoben. Demzufolge waren die Vorwürfe unbegründet, und die begeisterten kleinen Besucher des neuen Spielplatzes interessieren sich sowieso herzlich wenig um das politische Gerangel um ihren Platz.