Mit Freude, aber auch einer gewissen Erleichterung haben Musikschulleiterin Margit Denk und Bürgermeister German Hacker die Ergebnisse der jüngsten Umfrage zu der städtischen Einrichtung aufgenommen. In der externen Bewertung habe die Schule erneut hervorragend abgeschnitten, erläuterten die Beiden in einem Pressegespräch. Hacker: "Wir können mit Fug und Recht behaupten, die Ergebnisse sind sehr gut."

Seit 2004 unterzieht sich die städtische Musikschule einer Qualitätsprüfung von außerhalb. Damals sei es ein Pilotprojekt gewesen, an das man sich als eine der ersten Musikschulen in Deutschland angeschlossen habe, sagte Margit Denk. Im Jahre 2005 habe man die Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme am Qualitäts-Management-Prozess erhalten.


Drei Bereiche

Die letzte Prüfung fand vor drei Jahren statt. Schon 2014 hat Sabine Wießner von der Nürnberger Innovationswerkstatt die Umfrage geleitet, wie auch jetzt 2017. Die Herzogenauracherin sei zu einem Ergebnis gekommen, das die Musikschulchefin mit Freude und Stolz erfüllt. Befragt wurde in drei Bereichen: bei den Schülern (sowohl Kinder als auch Erwachsene), bei den Eltern und bei der lokalen Prominenz. Letzteres Ergebnis kann man aber wohl vernachlässigen, da von 88 Fragebögen nur neun zurückgeschickt wurden.

Es wurden viele verschiedene Punkte abgefragt, so zum Beispiel die Bewertung der Schule, der Lehrer, der Erreichbarkeit oder auch die Bereitschaft, die Einrichtung weiter zu empfehlen. Es durften Schulnoten vergeben werden, die sich im Vergleich zu 2014 noch einmal verbessert haben.

So bekam die Musikschule der Stadt auf die Frage "Wenn ich der Musikschule eine Schulnote geben müsste, erhielte sie von mir die Note..." eine 1,90 (im Vergleich: 2014 war es eine 2,08). Befragt wurden da die Schüler aller Altersklassen, aber auch Eltern und Lehrer. Die beste Note gaben die Kinder mit 1,77 (zuletzt 1,81). Am kritischsten waren die Eltern mit einer Note von 2,09 (2,12).


Hohe Teilnehmerquote

124 Kinder und 52 Erwachsene nahmen im Bereich der Schüler teil. Das ist eine hohe Quote von 37 Prozent bei den Kindern und 46 Prozent bei den Erwachsenen. Normal, so erzählte Denk, sei bei solchen Befragungen gerade mal 20 Prozent. Bei den Eltern (115 Teilnehmer) lag die so genannte Ausschöpfungsquote immerhin noch bei knapp 29 Prozent. Für die Leiterin sind diese Zahlen überaus positiv: "Wer sich die Zeit nimmt, die Fragen auszufüllen, der zeigt seine Wertschätzung." Beeindruckend war die Rückmeldung auch hinsichtlich der Bewertung der Lehrer: 86 Prozent der Eltern zeigten sich zufrieden.

Grundsätzlich freut sich die Chefin, dass das gute Ergebnis von 2014 insgesamt sogar leicht verbessert werden konnte. Für Denk ist es schon eine sehr gute Leistung, wenn man das hohe Niveau halten kann. Auch hinsichtlich der großen Konkurrenz, die es in der Region an solchen Einrichtungen gibt.