Mehr oder weniger als Außenseiter gestartet, überraschte die erstmalige Präsentation der beiden Höchstadter Gymnasiasten Benedikt Döring und Cedric Bös mit ihrem alternativen digitalen Schultisch die Jury der internationalen Erfindermesse (Iena) 2016 in Nürnberg. In einem langen und intensiven Gespräch verteidigten sie ihre Idee hervorragend. Vor dem internationalen Jugendpublikum aus China, Korea und vielen europäischen Staaten wurde dann dem Höchstadter Team die Goldmedaille zugesprochen. In einer sehr repräsentativen Zeremonie wurde sie den beiden jungen Erfindern überreicht.
Rückblickend hat Cedric Bös der Umgang mit Menschen aus den verschiedensten Saaten der Erde sehr beeindruckt. Die englischsprachige Kommunikation mit Patentanwälten, Investoren, Erfindern, Ingenieuren war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, dann aber selbstverständlich. Bös hebt auch den Kontakt zu den Jugendlichen aus China und Österreich - Österreich war Partnerland der Iena 2016 - hervor.


Viele konstruktive Vorschläge

Benedikt Döring erwähnt im Gespräch rückblickend die vielen öffentlichen Präsentationen, die er mit dem Gymnasium erlebt hatte, bei denen er schon viel Erfahrung sammeln konnte. Die internationale Erfindermesse übertraf jedoch alle Ausstellungen bei weitem. Die Anzahl der Besucher am Ausstellungsstand sei überwältigend gewesen, wobei er kritisch zwischen Besuchern, die "ihren Senf" dazugeben mussten, und wirklich konstruktiven Gesprächen mit hilfreichen Vorschlägen unterscheidet. Wichtig waren für ihn die vielen Fachbesucher, die Visitenkarten austauschten und um die Langfassung des Projektberichts baten. An den beiden letzten Tagen war die Messe für Consumenta-Besucher ohne zusätzliche Eintrittskarte zugänglich. Auch bei diesem Publikum war die Resonanz sehr positiv.


Überwältigende Resonanz

Döring erwähnt ebenfalls die vielen Schüler aus China mit ihren Erfindungen. Sie seien sehr höflich gewesen und ohne diese asiatischen Aussteller würde der Messe einiges an Vielfalt fehlen. Lobend stellt Benedikt auch fest, dass aufgrund der Presseberichte mehrere ehemalige Schüler des Gymnasiums sowie Direktor Lohneiß mit Lehrern am Stand vorbeischauten.
Insgesamt berichten beide Mittelstufenschüler, dass sie niemals mit einer derart positiven Resonanz gerechnet hätten. Nicht unerwähnt soll die Unterstützung durch die betreuenden Lehrer Achim Engelhardt und Tobias Sesselmann bleiben. Bei der Produktentwicklung war im Rahmen des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft das Engagement von Schaeffler Höchstadt äußerst hilfreich.