Die bunte Mischung ist es, die den Herzogenauracher Weihnachtsmarkt so schön macht. Neben dem lebendigen Adventskalender gab es nicht nur rein kommerzielle Standbetreiber, sondern auch jeder Menge Vereine und Zusammenschlüsse, die ihren Mitmenschen etwas Gutes tun wollten.

Highlight war für viele der lebendige Adventskalender, bei dem täglich um 17 Uhr ein Türchen geöffnet wird. Heraus kommen verschiedensten Gruppen und Künstler.

Viele Marktbeschicker sind schon seit Jahren dabei wie die Bäckerei Römmelt mit ihrem Glühweinstand oder die Brennerei Saalbaum aus Münchaurach, die ebenfalls Glühwein verkauft. Seit zwei Jahren macht die "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage Herzogenaurach"mit. Die jugendlichen Standbetreiber haben im Jugendhaus "Rabatz" Plätzchen gebacken und verkaufen diese zusammen mit einer Tasse Kakao oder Tee.

Ein weiterer ehrenamtlicher Stand ist der Verein Partnerschaft Herzogenaurach - Kaya. "Bei uns gibt es jede Menge Handwerkskunst aus Burkina Faso. Der gesamte Erlös geht direkt nach Afrika, um dort die Handwerker zu unterstützen", erzählt Manfred Bachmayer. "Es ist schön, den Menschen dort zu helfen und die Entwicklung zu unterstützen."

Viele bekannte Gesichter

Ein paar Hütten weiter steht Hanna Köhler, Vorsitzende der Jugend- und Auszubildenden- Vertretung der Schaeffler Gruppe , und lässt sich ihren Glühwein schmecken. "Mir gefällt der kleine Weihnachtsmarkt in Herzogenaurach. Hier gibt es viele bekannte Gesichter und auch die Zusammengehörigkeit unter den Standbetreibern ist schön." Diese Aussage kann Birgit Schwarz-Wittman, Standbetreiberin von "Biggis handgemachten Pralinen", nur unterschreiben.

Auch bei der Jugend- und Auszubildenden-Vertretung war einiges los, erzählt Cassandra Freund, Auszubildende zur Mechatronikerin im zweiten Lehrjahr. "Teilweise sind wir mit dem Waffelnbacken und Kakaoeinschenken nicht mehr hinterhergekommen."

Die Auszubildende hat sichtlich Spaß an der Zusammenarbeit mit ihrer Kollegin Romina Cerny und Patrick Bielewitz, der die Stromversorgung sicherstellt. Die Jugendlichen setzen sich in ihrem Ehrenamt für die Jugend ein. "Jeder soll die Chance auf eine Ausbildung oder einen Studienplatz haben. Unabhängig von der finanziellen Lage eines Einzelnen", sagt Cassandra Freund. Der Erlös des Waffelverkaufs geht an eine Einrichtung der Caritas, die alleinerziehende Eltern unterstützt.

Für die kleinen Besucher war im Schlosshof der Kinderweihnachtsmarkt aufgebaut. "Bei uns können die Kinder basteln, Plätzchen backen, Karussellfahren und an einem Duftspiel teilnehmen", erzählt Lukas Neubauer. Der Achtklässler der Realschule Herzogenaurach ist Absolvent eines freiwilligen sozialen Jahrs. Insgesamt 80 Stunden wird er im Freizeitheim arbeiten.

Was auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen darf, sind Dekoartikel aus Holz. Dieter Strauß, ein 45-jähriger Forstwirt aus Schillingsfürst, fertigt in Herzogenaurach Sterne, Herzen und Tiere des Waldes mit seiner Kettensäge. In Windeseile hat er aus einem ein Meter langen Stamm ein Eichhörnchen herausgesägt. Ebenso schnell verkauft er Sterne und Herzen und gibt gleich Tipps, um die aus witterungsbeständigem Lärchenholz gefertigten Einzelstücke möglichst lange lagern zu können.

Ein paar Meter weiter steht Irmgard Kramer aus Großenseebach mit ihrem Marmeladenwagen. Sie verkauft selbst gemachte Marmelade, Sirup und Strickwaren.

Leider nur drei Tage hat der Weihnachtsmarkt in Herzogenaurach geöffnet, heute ist schon wieder alles vorbei. Ein Trost für die Fans des Herzogenauracher Weihnachtsmarktes: Der lebendige Adventskalender öffnet noch bis 24. Dezember täglich ein Türchen.