Fünf Chöre und ein Orchester waren beim weihnachtlichen Kirchenkonzert unter der Gesamtleitung von Erwin Schopper in der Klosterkirche Münchaurach zu hören. Kein Wunder, dass die Reihen fast voll besetzt waren.
Allerdings von den Zuhörern etwa nur zu zwei Drittel, denn die abwechselnd auftretenden Akteure des ASV-Chors Niederndorf, des Liederkranzes 1861 Herzogenaurach und des Vokalensembles Voicegarden brauchten natürlich auch ihren Platz. Die Sänger vom Gesangverein Fidelia Münchaurach und des Männergesangvereins Falkendorf hatten im Chorraum und Altarraum Platz genommen.
Mit der "Prelude in C major, BuxWV 136" stimmte Organist Joachim Böhm auf das Kirchenkonzert ein. Im Chorraum hatte auch das Orchester "Nachschlag" der Jugendkapelle Aurachtal unter der Leitung von Christine Pölloth Platz genommen. Mit einem Marsch und dem Tanz der Zuckerfee sowie dem Blumenwalzer aus der Nussknacker-Suite von Pjotr Iljitsch Tschaikowski hörten die Besucher populäre Suiten des weltbekannten Balletts.
Pfarrer Peter Söder stellte den Konzertabend unter das Thema Licht. "Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut, und Gottes Geist schwebte über dem Wasser", zitierte der Pfarrer aus der Bibel. Mit: "Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis, und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: erster Tag", kündigte Pfarrer Söder den Männergesangverein Falkendorf unter der Leitung von Valentina Walter und das erste Stück "Zündet die Lichter der Freude" an. Jeweils zwischen den Beiträgen der Chöre gab es einen gemeinsamen Gesang und auch das Vokalensemble, geleitet von Kerstin Maier, setzte das Motto des Abends mit "Sind die Lichter angezündet", sowie "Ich steh an deiner Krippen hier" und "That's christmas to me" fort.


Spiritual bringt Schwung

Mit der zweiten Lesung erinnerte der Pfarrer an den Fortgang der Schöpfung. Die Fidelia Münchaurach brachte mit dem Spiritual "Go Down Moses" unter der Leitung von Waldemar Welker und dem Solisten Manfred Bock Schwung in die Klosterkirche. Die Münchauracher konnte aber auch mit "Das Ave Maria der Meere" und dem Spiritual "Halleluja" begeistern.
Etwas enger wurde es dann im Chorraum mit dem ASV-Chor Niederndorf, den Manfred Meier leitete. Dass er den Platz am Dirigentenpult einnahm, wurde von vielen Besuchern mit einem wissenden Schmunzeln aufgenommen, denn schließlich hatte sich der Chorleiter eigentlich in den Ruhestand verabschiedet, aber er führte den Stab in gewohnter Weise. Mit dem ASV-Chor wurde es dann mit "Es ist ein Ros' entsprungen" und "Seht! Zwischen Ochs' und Eselein" sowie "Freue dich, Welt, dein König naht" richtig Adventlich. Nach dem Song aus Südafrika "Siyahamba" gab es dann auch den verdienten Applaus für die Niederndorfer.
Mit Jesaja, Kapitel 9, "Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht", kündigte der Pfarrer die Geburt Jesu an. Gesanglich gestaltet vom Liederkranz 1861 Herzogenaurach unter der Leitung von Gerald Fink. Mit "Jul, jul, stralande jul" und "Still, still, still", sowie "Ding Dong merrily on high" endete das abwechslungsreiche Konzert in der Klosterkirche mit ihrer hervorragenden Akustik, bei der die einzelnen Stimmen so richtig zur Geltung kamen. Nach einem Gebet, dem Segen und dem gemeinsamen Gesang "O du fröhliche ... " verabschiedete Pfarrer Söder die Mitwirkenden und Konzertbesucher.