Über einen Zuschussantrag der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Rezelsdorf zur Sanierung des Friedhofes gab es im Haupt-, Finanz- und Kulturausschuss des Weisendorfer Gemeinderats Diskussionsbedarf.
Etwas mehr als 13 000 Euro soll die Sanierung kosten, und auf Vorschlag des Bürgermeisters Heinrich Süß (UWG) sollte sich der Markt Weisendorf mit 80 Prozent an den Kosten beteiligen. Als Grund nannte Süß die Kostenbeteiligung bei der Erweiterung des Friedhofes und bei einer geologischen Untersuchung, die ebenfalls 80 Prozent betragen haben sollen.
Hans Kreiner (CSU) glaubte allerdings zu wissen, dass der frühere Zuschuss erheblich niedriger gewesen sein soll. Der Ausschuss war zudem mehrheitlich der Meinung, keine prozentuale Beteiligung festzulegen, sondern bei ähnlichen Anträgen, von Fall zu Fall zu entscheiden.

Drainage soll helfen

Grund des Antrages ist, dass in einigen Bereichen des Friedhofes der Grundwasserspiegel zu hoch ist und das Gesundheitsamt möglichen Erdbestattungen nicht mehr zustimmen wird. Bei der Sanierung soll mit dem Einbau einer Drainage der Grundwasserspiegel abgesenkt werden. Im Vorgriff hat der Bauhof bereits einen vorbeiführenden Graben für die Aufnahme des Grundwassers ausgebaggert. Nach einigem Hin und Her einigte sich der Ausschuss auf einen Betrag von maximal 10 600 Euro, der 80 Prozent entspricht.
Außerdem hatte der Ausschuss eine überplanmäßige Ausgabe abzusegnen. Da im dritten Erschließungsabschnitt des Baugebiets Gerbersleithe-Ost und auf der Skateanlage die ersten Pflegemaßnahmen dringend erforderlich waren, hatte der Vorgänger des jetzigen Bürgermeisters, Alexander Tritthart, dieAnweisung erteilt, mit der Pflegemaßnahme zu beginnen. Es werden für das Haushaltsjahr rund 12 500 Euro benötigt, im Rahmen der Haushaltsplanung wurden jedoch keine Mittel angemeldet und infolgedessen auch nicht eingeplant. Somit fällt eine überplanmäßige Ausgabe in der genannten Höhe an. Der Ausschuss genehmigte die Ausgabe, die aus freien Mitteln aus dem Haushaltsjahr 2013 gedeckt wird.