Sebastian Enkert, der Großvater des heute 88-jährigen Andreas Enkert, ließ den Gedenkstein in der Ortsmitte von Jungenhofen im Jahr 1901 errichten. Sebastian Enkert hoffte mit der Errichtung des Kreuzes auf die baldige Genesung seiner Ehefrau Anna Maria Enkert, eine geborene Frank aus Zentbechhofen. Sie soll schwer an Gicht erkrankt und bereits seit sechs Jahren ans Bett gefesselt gewesen sein.

Allerdings blieb laut der Überlieferung der Wunsch auf Linderung unerfüllt. Sieben weitere Jahre später soll Anna Maria Enkert auf dem Krankenbett mit ihrem schweren Leiden gestorben sein.

Familie Enkert erinnert sich, dass sich nach dem Zweiten Weltkrieg die Jungenhofener vor dem Kreuz versammelten und Maiandachten beteten. Das Sandsteinkreuz hat einen vierstufigen Sockel. Im oberen Teil ist auf einer schwarzen Tafel folgende Inschrift zu lesen: "Der Herr gebe Dir den Frieden! Ich widersache dem bösen Feinde und gelobe Dir mein Jesu Treue. Rette Deine Seele! Gewidmet v. d. Familie Enkert 1901."

Denkmalschützer Georg Schockel aus Sterpersdorf hat die Renovierung des Kreuzes geleitet. Der Sandstein wurde gereinigt, die Platte samt Inschrift erneuert, ebenso der Korpus am Kreuz.