Als die vier Einsatzfahrzeuge der Höchstadter Feuerwehr mit Blaulicht und Martinshorn in die Kerschensteinerstraße einbogen, standen die Schüler schon auf dem Gehweg. Kurz vor den Weihnachtsferien sorgte am Dienstagmittag am Gymnasium ein Feueralarm noch einmal für Aufregung. Schnell war jedoch klar, dass es sich zum Glück nur um einen kleineren Vorfall im Rahmen des Chemieunterrichts gehandelt hatte.

Sofort begaben sich Feuerwehrmänner mit Atemschutzmasken in das evakuierte Schulgebäude. Währenddessen kümmerten sich Schulleiter Bernd Lohneiß, sein Stellvertreter Ulrich Günther und die anderen Lehrer darum, die Schüler vor dem Gebäude zusammen zu halten und sie zu beruhigen.


Gemisch aus Ethanol und Wasser

Recht schnell konnte dann Entwarnung gegeben werden. Bei den Vorbereitungen zum Chemieunterricht ist es im Labor zu einem Feuer gekommen, das den Rauchmelder ausgelöst hat. Einer Referendarin für Chemie und Biologie ist im Vorbereitungsraum des Chemiesaals das Malheur passiert. Ein Gemisch aus Wasser und Ethanol hat sich in einer kleinen Wanne entzündet. Zu Schaden kam bei dem Vorfall niemand. Nach 20 Minuten war der Vorweihnachtseinsatz wieder beendet. Die Polizei nahm der Form halber den Fall auf.


Sensible Rauchmelder

Die Junglehrerin wollte für den letzten Unterricht eine kleine Chemie-Show für die Schüler vorbereiten für die sie das Alkohol-Gemisch gebraucht hat. Dass ihr Versuch für so viel Aufsehen gesorgt hat, dürfte die angehende Lehrerin so nicht geplant haben. Die Stichflamme war mit circa 20 Zentimetern nicht besonders groß, reichte allerdings aus, die Melder an der Decke auszulösen. Nicht zum ersten Mal führte am Gymnasium eine Kleinigkeit zu einem Einsatz. Auch bei einer Chemievorführung beim Tag der Offenen Tür lösten die Rauchmelder aus, die anscheinend sehr sensibel eingestellt sind. Kurz nach der Eröffnung des neuen Trakts des Gymnasiums hatte schon der Dampf aus der geöffneten Spülmaschine des Chemieraums für einen Alarm gesorgt.

"Zum Glück ist nichts Schlimmes passiert", sagte Schulleiter Lohneiß nachdem die Schule wieder freigegeben war und die Schüler zurück in die Klassenzimmer gingen. Mit den typischen Kommentaren auf den Lippen wie "Hurra, die Schule brennt" oder "Der da war's". "Feuerzangenbowle auf Chemie", sagte einer scherzhaft und hat damit den vorweihnachtlichen Einsatz wohl am treffensten beschrieben.