Der Vorstand wird also bis zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Amt bleiben.
Bürgermeister Bernhard Seeberger (FW) lobte ausdrücklich die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Sportverein. Dessen Angebot sei vielfältig. Aber auf den Appell des Bürgermeisters, der auch zum Wahlleiter bestimmt wurde, jemand aus den Reihen der Mitglieder möge als Vorsitzender kandidieren, gab es keine Reaktion.

Rudolf Schirmer führt den Verein über zehn Jahre und wollte das Amt in andere Hände legen. Aber auch im Vorfeld war es ihm nicht gelungen, einen Nachfolger zu finden. Sowohl Dritter Vorsitzender Thomas Kühn, als auch Kassier Hans-Peter Gaul und Schriftführer Andreas Gumbrecht erklärten, dass sie ihre Ämter gerne behalten würden.

Schlimmstenfalls droht die Auflösung

Sollte sich kein neuer Vorsitzender finden, wird das Amtsgericht laut Satzung einen bezahlten Vorsitzenden einsetzen, schlimmstenfalls wird der Verein aufgelöst. Das ist aber weder im Sinne der Gemeinde noch der aktiven Mitglieder in den Abteilungen.

Der FSV Großenseebach zählt derzeit 964 Mitglieder. Schirmer konnte von einem ereignisreichen Jahr berichten. Er äußerte allerdings seinen Unmut darüber, dass ein Großteil der Fußballdamen im Herbst zum SV Hammerbach gewechselt seien. "Für die FSV-Führung ist das schon deshalb ein unmöglicher Vorgang und unsportliches Verhalten, weil die Vorstandschaft erst nach der Aufnahme in Hammerbach von dem Wechsel in Kenntnis gesetzt wurde", sagte Schirmer. Trotzdem werde versucht, den Spielbetrieb der Großenseebacher Mannschaft weiterzuführen.

Abstieg verhindert

Erfreulich ist, dass die Herren-Mannschaft unter ihrem neuen Trainer Udo Prell den Abstieg verhindern konnte. Zudem konnte die Tischtennis-Abteilung wiederbelebt werden.

Viele Aktivitäten seien nur möglich, weil sich Betreuer und Abteilungsleiter über Gebühr engagierten. Ein besonderer Dank des Vorsitzenden ging an Christa Helms für die über 14-jährige Betreuung der Gymnastikabteilung und an den ehemaligen Vorsitzenden Egon Schneider, der den Vorstand und den Verein immer noch mit Rat und Tat unterstützt.

Soweit funktioniert das Vereinsleben

Dass das Vereinsleben funktioniert - nur eben nicht bei der Suche nach einer Person an der Spitze -, beweisen laut Schirmer die rund 100 Helferinnen und Helfer bei der Kerwa, sagte Schirmer. Sie hätten damit zu zufriedenstellenden Finanzen beigetragen. Es hätten sogar Schulden abgebaut werden können. Auch den vielen Freiwilligen, die in Eigenleistung die Rasenplätze auf Vordermann brachten und damit die Kasse schonten, dankte Schirmer.

Die JFG-Abteilung berichtete von Platzproblemen. So stehen für Training und Spiele nicht genügend Plätze zur Verfügung. Die Gymnastikkurse erfahren einen verstärkten Zulauf, hier ist der Verein auf der Suche nach einer neuen Abteilungsleiterin.

Tolle Langstreckenläufer

Herausragend sind die 66 Kinder und Jugendlichen der Leichtathletik. Das Langstreckenteam absolvierte zwischen Italien und Schottland beachtliche 3600 Wettkampf-Kilometer. Die U25-Schachspieler holten den bayerischen Meistertitel.

In diesem Jahr wird es kein Seebach-Meeting, teilte Schirmer mit. Seit mehr als 50 Jahren wäscht Marga Prell die Trikots. ihr dankte der Vorsitzende mit einem großen Blumenstrauß.





Bild 2 Nachgeholte Ehrungen aus dem letzten Jahr
Wolfgang Rindt (2. von links, Leiter der Leichtathletik-Abteilung) für 25 jährige Mitgliedschaft und Richard Schaub (3. Von links) für 40-jährige Mitgliedschaft links Bürgermeister Seeberger, rechts FSV-Vorsitzender Rudi Schirmer

Bild 3:
die für 25 Jahre Mitgliedschaft Geehrten mit Bürgermeister Seeberger (3. Von links) und FSV-Vorsitzendem Rudi Schirmer (rechts)

Bild 4:
die für 40 Jahre Mitgliedschaft Geehrten mit Bürgermeister Seeberger (2. von links) und FSV-Vorsitzendem Schirmer (3. von rechts)

Bild 5:
für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Gerhard Gumbrecht geehrt, Georg Schickert war verhindert

Bild 6: