Es fand die Aktion "Ernte teilen" der Pfarrei St. Maria Magdalena in Herzogenaurach statt. Die Ehrenamtlichen vom Sachausschuss "Eine Welt" der Pfarrei und der Partnerschaftskreis Tembladera hatten wieder Geschäftsleute, Landwirte und Gärtner zu Lebensmittelspenden animiert. Mit den Spenden soll in Tembladera in Peru die Anstellung einer Psychologin finanziert werden, die sich besonders um Jugendliche kümmert. Außerdem will der Freundeskreis eine Stelle einrichten, die Medikamente und medizinische Hilfsmittel für die Armen günstig besorgen kann. Gefördert werden soll auch die Ausbildung von Ehrenamtlichen in allen Teilen der Pfarrei, außerdem sind bauliche Verbesserungen am Pfarrhaus notwendig.

Vergiftete Flüsse und Böden

Der Partnerschaftskreis entstand 1983, nachdem Bischof Dammert aus Cajamarca mehrmals die Herzogenauracher Pfarrei besucht und von den Problemen der Kirche in Lateinamerika, aber auch vom Leben und Sorgen der dort lebenden Menschen berichtet hatte.
Seit Jahren leidet die dortige Landbevölkerung unter Armut, weil durch den rücksichtslosen Abbau von Gold in der größten Mine Südamerikas sowohl die Umwelt als auch die Lebensgrundlage der Menschen vernichtet werden.
Beim Goldabbau wird das Verfahren der Zyanidlaugung angewendet, wobei hochgiftiges Zyanid, Arsen, Quecksilber, Blei und andere Schwermetalle in Grundwasser, Flüsse und Böden gelangen. Für die Laugung werde das Wasser aus dem Quellgebiet aufgebraucht und steht damit der Bevölkerung nicht mehr zur Verfügung, berichten die Mitglieder des Freundeskreises.