Bei strahlend schönem Wetter fand die Aktion "Ernte Teilen" der Pfarrei St. Maria Magdalena statt. Sie ist immer am letzten Wochenende im September. Die Initiatoren vom Sachausschuss "Eine Welt" der Pfarrei und der Partnerschaftskreis Tembladera konnten Landwirte, Gärtner und Geschäftsleute zu Lebensmittelspenden mobilisieren. Der Erlös der gespendeten Lebensmittel, sowie die Barspenden werden in diesem Jahr Tembladera zur Verfügung gestellt.

Mit den Spenden soll in Tembladera eine Psychologin angestellt werden, die sich zwei bis drei Mal in der Woche besonders um Jugendlichen in Tembladera kümmern soll. Geplant ist auch die Einrichtung einer Anlaufstelle, wo Bedürftige günstige Medikamente und medizinische Hilfsmittel erhalten.

Gefördert werden soll des Weiteren die Ausbildung von Ehrenamtlichen (Katechesen etc.) in allen Teilen der Pfarrei. Außerdem sollen am und um den Pfarrsaal bauliche Verbesserungen finanzierte werden, wie Drainagen und Toiletten sowie die Dachabdichtung des Pfarrhauses.

Wie sich Bernhard Nix erinnert, wurde die Aktion Ernte Teilen 1987 ins Leben gerufen, als in Tembladera ein neu gebauter Staudamm geflutet werden sollte und die Bauern ihre letzte Reisernte einfahren konnten. "Damals beschlossen Herzogenauracher, in den kommenden Jahren ihre Ernte mit den Bauern in Peru zu teilen", sagte Nix. Inzwischen geht die Aktion im Wechsel auch zugunsten der Partnerstadt Kaya in Burkina Faso.

Am Samstagvormittag war der Stand auf dem Marktplatz in Herzogenaurach vor dem Alten Rathaus aufgebaut. Die Interessenten hatten die Möglichkeit, sich mit regionalen Lebensmitteln aus Herzogenauracher Eigenproduktion einzudecken. Dort waren Kartoffeln, Kürbisse, Äpfel, Birnen, Blumen und weitere Köstlichkeiten aufgebaut und konnten von den Kunden erworben werden. Am Sonntag hatten außerdem die Gottesdienstbesucher die Möglichkeit, sich mit Naturalien für die heimische Küche einzudecken.

Angeschlossen hatten sich auch die Aktiven der TransFair Town Bewegung, wo Interessenten außerdem die Herzogenaurach-Schokolade küren konnten.