Die Notfallleitstelle der Bahn informierte am Sonntag kurz von 17 Uhr die Bundespolizei darüber, dass eine S-Bahn auf der Fahrt von Erlangen nach Nürnberg mit Gegenständen beworfen worden sei. Möglicherweise könnte der Zug auch beschossen worden sein, hieß es.

Die Bahnstrecke wurde sofort gesperrt. Bundespolizisten und Kräfte der Polizei Erlangen suchten den betreffenden Streckenabschnitt ohne Erfolg nach den Tätern ab. Wie sich kurze Zeit später bei einer Untersuchung der S-Bahn am Nürnberger Hauptbahnhof herausstellte, waren die Frontscheiben des Zuges beschädigt worden.


Kein Beschuss der Bahn

Ein Beschuss als Ursache konnte ausgeschlossen werden. Vermutlich hatten der oder die Täter Gegenstände gegen den Zug geworfen. Dadurch wurden zwei der drei hintereinander befindlichen Frontscheiben der S-Bahn beschädigt. Das verbaute Sicherheitsglas verhinderte das Durchschlagen der Fenster. Es entstand ein Sachschaden von etwa 10.000 Euro. Verletzt wurde nach Angaben der Bundespolizei niemand.

Außerdem wurde bekannt, dass etwa eine Stunde vor dem Zwischenfall eine weitere S-Bahn im selben Bereich beworfen worden war. Auch hier wurde im Bereich der Frontscheibe eine Beschädigung festgestellt. Beide Züge wurden aus dem Umlauf genommen und zur Reparatur in ein Nürnberger Werk gefahren.

Die Nürnberger Bundespolizei ermittelt gegen Unbekannt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Zeugen, die am Sonntag zwischen 15.30 Uhr und 17 Uhr im Bereich der Paul-Gossen-Straße und dem Bahnhof Erlangen-Bruck Verdächtiges beobachtet haben oder Hinweise auf mutmaßliche Täter geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0911/205551-0 zu melden. Die kostenfreie Hotline der Bundespolizei 0800/6888 000 steht ebenfalls zur Verfügung.