Was genau durch das neue Wasserrechtsverfahren auf die Marktgemeinde Mühlhausen zukommt, kann Bürgermeister Klaus Faatz (CSU) jetzt auch noch nicht sagen. Wie er in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend erläuterte, könnten für das Verfahren etliche weitere Maßgaben notwendig werden. Vorerst gehe es jedoch darum, durch eine TV-Befahrung der Brunnen eine Aussage über deren aktuellen Zustand und eventuell erforderliche Maßnahmen zu erhalten. Ob die Wassermengen einer Neuberechnung bedürfen, ein hydrologisches Gutachten oder die Einrichtung einer weiteren Grundwassermessstelle gefordert wird, sei heute noch nicht zu sagen. Sofern eine Grundwassermessstelle notwendig werde, müsse diese jedoch erst gebohrt werden.

Pumpversuche sind notwendig

Eigentlich hat Mühlhausen nach Faatz' Worten keine Probleme mit seinem Trinkwasser. Allerdings gebe es auch einen Brunnen mit einer geringen Uranbelastung. Werde der Brunnen höher beansprucht, könnte es Probleme mit der Einhaltung der Grenzwerte geben. Das Uran könne man zwar auch ausfiltern, "aber das kostet", sagte Faatz. Wie man letztendlich damit verfahre, müssten die Pumpversuche zeigen.
Derzeit sei man jedoch noch beim ersten Schritt, der TV-Untersuchung. Diese wurde in der Gemeinderatssitzung beschlossen. Unter drei vorliegenden Angeboten wurde der Auftrag an das mindestbietende Unternehmen Weikert aus Mühlhausen zum Preis von 4093 Euro brutto vergeben.