Mit "wie gehabt" darf man auch den Schwerpunkt der Investitionen überschreiben. An der Spitze steht wieder die Kanalsanierung. Stück für Stück arbeitet man seit einigen Jahren das Gemeindegebiet durch. Maßstab der Maßnahmen ist der Hochwasserschutz. Nach der Starkregenkatastrophe 2007 im benachbarten Raum um Baiersdorf hat Röttenbach sein Kanalnetz hydrodynamisch überrechnen lassen und richtet seither seine Kanalnetzsanierungen danach aus.

Keine Schulden mehr machen

Zur Finanzierung greift die Kommune auf ihre Rücklagen zurück. "So müssen wir die Bürger nicht belasten", betonte der Kämmerer. Und keine Kredite aufnehmen. 2008/09 zahlte die Gemeinde die letzten fremden Gelder zurück und ist seither schuldenfrei. Was sie nach dem Willen von Verwaltung und Rat auch bleiben will. Nicht zuletzt deshalb wurde auch das Brandschutzkonzept der Schule in drei Abschnitten umgesetzt. Für den dritten und letzten Teil hat die Gemeinde wieder 165 000 Euro eingestellt. Größter Ausgabeposten mit 3,5 Millionen Euro ist die Kreisumlage.
Zwar sinken die Gewerbesteuereinnahmen in diesem Jahr; der Minusbetrag wird aber durch steigende Einkommensteueranteile aufgefangen. Bezogen auf die Zahl der Einwohner (am 31. Dezember 2012: 4595) beträgt die Pro-Kopf-Steuerkraft 741,40 Euro; hingegen liegt der Durchschnitt vergleichbarer Gemeinden bei 647 Euro), "was ein absolutes Rekordjahr und eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um etwa 6,5 Prozent ergibt", so Kämmerer Zidlicki in seinem Vorbericht.
Der Investitionsanteil des Haushalts liegt bei gut drei Millionen Euro und damit um ein Viertel niedriger als im Vorjahr.

UR sind raus aus dem Rat

Der neue Gemeinderat kann mit diesem Haushalt gut leben. Ihm gehört die Gruppierung der Unabhängigen Röttenbacher nicht mehr an, weil sie nicht mehr kandiert hat. Deren zwei bisherige Ratsvertreter verabschiedete Bürgermeister Ludwig Wahl (FW). Hubert Amon war 18 Jahre im Rat und Marlis Liepelt die letzte Periode. Mit ihnen scheiden noch nach jeweils 18 Jahren Herbert Blersch (CSU), Daniel Igel und Leonhard Müller (beide FW) aus.
Beschlossen hat der Rat noch die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Feuerwehr. Das bisherige Fahrzeug, das acht Personen als Voraus zu Einsätzen transportieren kann, ist 15 Jahre alt. Die Verwaltung holt nun Angebote ein.
Ein formaler Akt war der Beschluss zum Sondergebiet Einzelhandel. Durch ihn ist die Umwandlung des früheren Markgrafen-Getränkemarkts in einen Teil der Norma rechtlich in trockenen Tüchern.