Ein Unbekannter hat sich den Reichtum wohl schon ausmalen können, als er seinen Einbruch plante. Warum er diesen Reichtum aber in einem Kindergarten in Münchaurach vermutet, bleibt sein Geheimnis.

Jedenfalls war er bei seinem Einbruch am Wochenende fest entschlossen: Erst probiert er sich an einem Fenster, was sich jedoch nicht wie gewünscht aufhebeln lässt. Deshalb entscheidet er sich in der Folge für die rabiatere "Stein-Methode". Sein Wurf mit einem Stein ermöglicht dem Einbrecher den Einstieg ins Innere des Kindergartens, wie die Polizei mitteilte.

Je nachdem zu welcher Tageszeit der Einbrecher am Werke war, wird er vermutlich nur von lachenden Sonnenblumen und Marienkäfern begrüßt, sonst ist der Kindergarten am Wochenende menschenleer.


Kindermalereien bleiben hängen

Der Einbrecher nutzt diese Einsamkeit und durchstöbert sämtliche Räume, ohne irgendwo den vermuteten Haufen Bargeld zu finden. Der Unbekannte muss schlussendlich ohne Beute von dannen ziehen und hinterlässt einen Sachschaden von etwa 750 Euro.

Ein Kunstkenner war der Einbrecher offenbar weniger, da keines der Meisterwerke der Münchauracher Kinder fehlt. Zugegeben: Die meisten Bilder erhalten bei Sotheby's keine Höchstgebote, der ideelle Wert dürfte sich aber im Bereich "unbezahlbar" bewegen.

Hinweise auf den Täter nimmt die Polizei in Herzogenaurach telefonisch unter 09132/78090 entgegen. (jba/pol)