Rita Wittmann, die Gesamtleiterin der Einrichtung, freute sich, dass so viele Gäste gekommen waren. "Wir hatten im Kindergarten ein bisschen Platzprobleme bekommen, als im letzten Jahr die neue Kinderkrippe eingerichtet wurde. Also mussten die Schulkinder ausziehen", erklärt sie. Seit Schuljahresbeginn sind die Kinder nun in den neuen Räumen der Kindertagessstätte St. Nikolaus. Sie wurden am Samstagvormittag feierlich eingeweiht. "Die Kinder gestalteten ihre neue Umgebung - als ihr zweites Zuhause - um. Auch von außen ist für jedermann gut ersichtlich: Hier leben Kinder", fährt Wittmann zufrieden fort.

Mit dem Lied: "Guten Morgen, wie geht es dir?" begrüßten die Kinder der beiden Hortgruppen Dekan Kilian Kemmer, Diakon Georg Paszek, Tanja Schwägerl von der Kirchenverwaltung, den evangelischen Pfarrer Fritz Schäfer, Eltern, Vertreter der Höchstadter Schulen, Bürgermeister Gerald Brehm (JL) und weitere Vertreter des öffentlichen Lebens. "Schüler der Grundschule von der ersten bis vierten Klasse lernen, leben, essen, lachen und wohnen hier zusammen wie in einer Familie", meinte der Dekan.

Zwei Plätze sind noch frei

Die pädagogische Freizeitgestaltung in musischen, sportlichen und kreativen Bereichen findet im Anschluss an die Hausaufgaben statt. Zwei Erzieherinnen kümmern sich um die 23 Kinder - zwei Plätze sind noch frei. Geöffnet ist von 7 bis 17.30 Uhr. Die tatsächlich gewünschte Zeit ist individuell buchbar. Auch in den Ferien werden die Kinder betreut. Die Lage ist ideal, denn der Weg von der Kita zum Hort ist nicht weit.

Dekan Kemmer warf einen kurzen Blick zurück in die Geschichte: Mit dem Bau der St. Josefsanstalt in der Steinwegstraße im Jahre 1895 begann auch dort die kirchliche Kinderbetreuung. 1958 wurde der Neubau "St. Nikolaus" in der Brauhausgasse errichtet und seit 1992 steht nun der Ersatzneubau von "St. Nikolaus" in der Steinwegstraße.

Ein Gedicht und Geschenke

Die "schlauen Füchse" von der Mittagsbetreuung in der Anton-Wölker-Schule trugen ein Gedicht vor und Dekan Kemmer hatte Geschenke dabei. Für die Kinder gab es Freundschaftsarmbänder mit einem eingearbeiteten Kreuz: "Ihr seid Freundinnen und Freunde von Jesus", erklärte Kemmer. Die Erzieherinnen freuten sich über ein Holzkettchen mit der Taube - dem Symbol für den Heiligen Geist. "Gottes Geist möge Sie immer beflügeln, dass Sie die Kinder stets beachten, ihre Sorgen wahrnehmen und dass Sie die Kinder und ihre Familien unterstützen", sagte Kemmer.

Der Vorsitzende des Elternbeirats Sven Berwein stellte sich kurz vor, Bürgermeister Brehm lud die Kinder zum obligatorischen Eis ein und dann ging es für alle zusammen ins Haus, um die Räume und bereit liegenden Kreuze zu segnen. Im Anschluss konnten die vielen neugierigen Gäste einen Rundgang durch die neue "Wohnung" der Kinder machen.