Mit den Worten "Was wäre die beste Feuerwehr ohne vernünftiges Material" wandte sich Pfarrer Helmut Hetzel an die Feuerwehrleute und Festgäste, die sich in der Ortsmitte versammelt hatten. Es war ein ergreifender Moment, als im Rahmen einer würdevollen Feierstunde das neue Löschfahrzeug der Feuerwehr Hauptendorf geweiht wurde. Das mit Blumen und Ranken prachtvoll geschmückte LF 200 glänzte in der Sonne, bestaunt von den Gästen und Ehrengästen.

Besonders der Wahlspruch der Hauptendorfer Feuerwehr "Gott ist unser Schild" gefiel Pfarrer Hetzel und seinem evangelischen Amtskollegen Oliver Schürrle. So übernehme die Feuerwehr eine wichtige Aufgabe in der christlichen Gesellschaft und zeige Solidarität, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. Lob gab es für den Feuerwehrnachwuchs, auch von Pfarrer Hetzel. "Ihr seid die Zukunft der Feuerwehr, also ist es auch eure Aufgabe, die beiden Fahrzeuge auch selbst zu segnen", erklärte der Pfarrer und holte die Jugendlichen nach vorne.

Viele Bürger, die gesamte Feuerwehr und Führungskräfte waren gekommen. Mit dabei Kreisbrandrat Matthias Rocca, die Ehrenkreisbrandräte Harald Schattan und Karl-Heinz Schalk sowie Kreisbrandinspektor Norbert Rauch und Landtagsabgeordneter Walter Nussel. Kommandant Manfred Kreuzer nannte diesen Tag einen Meilenstein in der 116-jährigen Geschichte der Ortsfeuerwehr: "Was lange währt, wird endlich gut". Bürgermeister German Hacker (SPD) erwähnte die "Anschaffungsgeschichte". Das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 sei über 40 Jahre im Einsatz gewesen, das alte TSF wurde 1980 zugelassen. Die Investition für das neue Flaggschiff beträgt 237 310,69 Euro, wovon der Freistaat Bayern 73 000 Euro beisteuert. Hackers Anerkennung galt auch Kommandant Kreuzer, der sich in die vielen Details bei der Auswahl der Ausrüstung richtig reingekniet habe. "Ich habe noch keinen Kommandanten gesehen, der knapp unter der Decke schwebte", meinte der Bürgermeister schmunzelnd. Das "neue" gebrauchte TSF finanzierte der Feuerwehrverein. Es war bisher in Markt Rodach eingesetzt.

Die Beladung des Hauptendorfer Löschgruppenfahrzeuges (LF) 20-Katastrophenschutz (KatS) ist schwerpunktmäßig auf Brandbekämpfung sowie für eine mittlere Technische Hilfeleistung ausgelegt. Das Fahrzeug verfügt über einen Allrad-Antrieb sowie gleich fünf Pumpen. Das Magirus Löschgruppenfahrzeug auf einem Iveco-Fahrgestell, 185 kW stark sowie mit einem Tank mit 1600 Liter Wasser, bezeichnete der Bürgermeister als "das Feuerwehrauto" , denn sei bis oben hin voll mit Technik.