"Ich habe mit 20 Jahren mit dem Chorsingen angefangen, musste allerdings zwischendrin mal aus beruflichen Gründen eine längere Pause einlegen", erzählte Brehm, der auch etwas traurig wirkte.
Im Kirchenchor sang er deshalb, weil er vor allem sakrale Lieder mag, "aber ich wollte auch in der Pfarrei mitwirken und mich aktiv einbringen". Jetzt aber fordern Brehms 78 Jahre ihren Tribut. "Eine Stimme muss kräftig sein, und meine tut's halt nimmer so recht", meinte er bedauernd. "Aber ein Chor soll wachsen und sich entwickeln, und dazu braucht es auch junge Leute", fügte er an. "Das Schöne an unserm Chor ist auch die Gemeinschaft, die zusammen steht wie ein Mann."
Gerne erinnerte er sich an die vielen Aktionen für die Laurentiusorgel. Er war Mitglied im Orgelbauförderkreis und hat ihn auch während seiner Amtszeit aus der Taufe gehoben. "Ein Drittel der Kosten haben wir zusammengebracht", erinnerte er sich. Vor Kotzer war Brehm zehn Jahre lang Chorsprecher. Wie er weiter erzählte, wurde der Pfarrchor nach mündlicher Überlieferung 1936 gegründet, und die ersten Jahre traf man sich zum Singen beim damaligen Organisten und Chorleiter Johannes Farlock in der guten Stube. Nur an hohen Festtagen wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten gestalteten die Sänger die Gottesdienste. Als 1969 die Aischer Pfarrei das frei gewordene Aischer Schulhaus erwerben konnte, wurde es zum Pfarrheim ausgebaut. Hier fand der Chor für längere Zeit seine Bleibe. Gerne erinnerte sich Brehm an die schönen Ausflüge nach Polen, Rom, Aachen, an kleine Tagesausflüge und die Winterwanderungen. In Zukunft singt er nur noch im Gottesdienst oder zu Hause und freut sich, wenn er seinen Chor von der Empore jubeln hört.

Neue Lieder einstudieren

Chorsprecher Alois Kotzer blickte im Anschluss auf ein gutes Jahr zurück, und Chorleiter Claus Keller lobte seine eifrige Sängerschar, die sich immer um regelmäßigen Besuch der Chorproben bemühte. Er brachte den Vorschlag ein, zusätzlich einen normalen Gottesdienst musikalisch zu gestalten und vorher einige Lieder aus dem neuen Gotteslob mit den Gläubigen einzustudieren. Diese Idee begrüßte Pfarrer Thomas Ringer sehr erfreut.
Die Veranstaltungen im Rahmen der 600-Jahr-Feier der Pfarrei Aisch dominierten im vergangenen Jahr den Aktionsplan des Chores, so Schriftführerin Dagmar Barta in ihrem Jahresrückblick. Auch im neuen Sangesjahr gibt es einige feste Termine wie die Gestaltung einer Maiandacht, das Patronatsfest, Teilnahme am Jubiläum des Männerchores in Eltersdorf, Teilnahme am Adventssingen und die Gestaltung der Christmette, so Chorsprecher Alois Kotzer im Ausblick.
Zweite Chorsprecherin Maria Taylor überreichte dem Vorsitzenden, Pfarrer Thomas Ringer, einen Scheck über 1000 Euro. "Der ist für die Aischer Kirche.", erklärte sie. Der Chor hatte am Weihnachtsmarkt sogar noch mehr erarbeitet. Weitere 300 Euro von den Einnahmen sind für den jungen Priester Christian Bouwè gedacht, einem gern gesehenen Gast in Aisch, der seit einem halben Jahr wieder in seiner Heimat Kamerun ist und dort eine große, arme Schule leitet.

Die Geehrten: