Eine große Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg widmete sich erst in diesem Jahr seinem Schaffen.

Albrecht Dürer wurde als Sohn eines Goldschmieds im Jahr 1471 in Nürnberg geboren und verstarb dort auch im Jahr 1528. Nach seiner Lehre bei dem Maler Michael Wolgemut unternahm er Wanderjahre zwischen 1490 und 1494 an den Oberrhein ins Elsass und nach Basel. 1496/1497 und 1505 bis 1507 war er in Italien, wo er sich vor allem in Venedig aufhielt. Eine weitere Reise führte ihn erneut 1520/1521 in die Niederlande.

Dürer ist bekannt für zahlreiche Gemälde, Zeichnungen, Holzschnitte und Kupferstiche. Darüber hinaus verfasste er theoretische Schriften und fertigte Perspektivstudien an. Er pflegte einen freundschaftlichen Umgang mit den Humanisten, vor allem mit Willibald Pirckheimer. Die frühen Werke bestechen durch eindringliche zeichnerische Kraft des Ausdrucks, in der Zeit der Reife besticht er durch objektivierende und monumentalisierende Formung des individuellen.

Überliefert sind Bildnisse des Vaters und der Mutter, die in der Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum erstmals wieder nebeneinander gehängt waren, und seines Lehrers Michael Wolgemut.
Von Dürer haben sich einige Selbstbildnisse erhalten, in denen er sich selbstbewusst zeigte. Ein Porträt aus dem Jahr 1493 hängt im Louvre, eines von 1498 im Prado von Madrid und eines aus dem Jahr 1500 in der Alten Pinakothek in München. Letzteres konnte zum Leidwesen vieler Dürer-Fans nicht für die Ausstellung nach Nürnberg kommen.

Für sein Bild der Vier Apostel, jetzt in der Alten Pinakothek in München, holte er sich seine Anregung in Venedig, von Gemälden des Giovanni Bellini. Bekannt sind auch seine Holzschnittfolgen. Die Apokalypse 1498, die große Passion (vor 1500 bis 1510) und das Marienleben um 1505 bis 1511.
Nach seinem Tod am 6. April 1528 wurde Albrecht Dürer im Grab seines Schwiegervaters bestattet.