Am Donnerstag, 12. Mai, beginnt das schönste Volksfest in Bayern mit dem Anstich durch Oberbürgermeister Florian Janik. Bis 23. Mai werden über eine Million Besucher zur Bergkirchweih pilgern. Vertreter der Stadtverwaltung und der Polizeiinspektion Erlangen-Stadtinformierten am Mittwoch über Neuerungen am Berch.

Konrad Beugel, Berg-Referent der Stadt Erlangen, betonte, dass man sich jedes Jahr viele Gedanken mache, um dem Familienpublikum Attraktionen zu bieten. Heuer gibt es einige neue Fahrgeschäfte. Im "Happy Sailor" kann man sich an heißen Tagen in kleinen Segelbooten in einer Wasserlandschaft abkühlen. Gleichermaßen erfrischend ist das "Big Bamboo", mit circa 200 Quadratmetern Wasserspiele, aufregenden Floßfahrten, Wegen mit Hindernissen über das Wasser und einem Planken-Strand. Das "Konga" lässt seine Fahrgäste in einer Riesenschaukel mit einer sagenhaften Flughöhe von 45 Metern über das Festgelände fliegen und im "Black Out" am Ostende erlebt man eine turbulente Loopingfahrt.

Am Familientag, 19. Mai, kostet die Gaudi für junge Besucher bei den Fahrgeschäften nur die Hälfte, ebenso wie nicht-alkoholische Getränke für Kinder bei den Wirten.

Wer eher dem Festbier zugetan ist, muss tief in die Tasche greifen: Die Maß kostet zwischen 8,50 und neun Euro.
Mehr Sicherheit an den Terrassen der historischen Bierkeller bieten die neu installierten, vom Berchvolk schon "Hasengitter" genannten provisorischen Stabgitterzäune. Da an manchen Kellern lediglich 80 bis 90 Zentimeter hohe Geländer in sehr schlechtem baulichen Zustand die auf den Bänken tanzenden Gäste mehr schlecht als recht vor einem Sturz bewahren, so Beugel, "führte kein Weg mehr an dieser Maßnahme vorbei". In den nächsten Jahren werden sukzessive 1,10 Meter hohe Geländer bergauf und bergab angebracht. Auch die Beschilderung der Fluchtwege wurde verbessert. Banner in den Bäumen weisen jeweils zum nächsten Ausgang.

Mit einem markanten "Rettung braucht Raum!" brachte Thomas Heideloff vom BRK eine weitere Verbesserung auf den Punkt. Im Notfall benötigt ein Rettungstrupp 1,40 Meter breit Platz, um mit einer Trage zu einem Verletzten zu kommen. Wo sonst Gäste standen, um den Ausblick von oben auf die Keller zu genießen, befindet sich nun der obere Rettungsweg, gut erkennbar an gelben Sichtschutzwänden.

Die Polizei zeigt wie gewohnt starke Präsenz am Berch und beim sogenannten "After-Berg" an den Brennpunkten in der Stadt. Man hat sich auf die Großveranstaltung vorbereitet und wie jedes Jahr Unterstützung von außerhalb sowie von privaten Sicherheitsdiensten angefordert. Adolf Blöchl, Leiter der Polizei-Inspektion Erlangen-Stadt, kündigte außerdem an, dass seine Mitarbeiter am Berch zum ersten Mal in der neuen blauen Dienstkleidung patrouillieren werden.


Schutz vor Übergriffen

Wo viel Alkohol fließt, ist sexuelle Gewalt ein Thema. Vor zwei Jahren gab es drei aktenkundige Übergriffe, letztes Jahr sogar eine Vergewaltigung.

Petra Zerrahn vom Ordnungs- und Straßenverkehrsamt, stellte das Konzept der Rettungsinseln vor, die erstmals in der Nähe der Hauptwache, Ost- und Westwache am Berch und am Martin-Luther-Platz zu finden sind. Es handelt sich um geschützte Bereiche, in denen sich geschulte Mitarbeiter vom ASB und BRK um Frauen und Männer kümmern, denen Gewalt widerfahren ist. Hier können sie durchschnaufen, Angehörige benachrichtigen, ihre Abholung organisieren.

Zerrahn verweist auch auf den "Bergknigge" (www.berch.info/bergknigge), der auf unterhaltsame Weise über Verbote am Berch informiert: keine Fahrräder, Skateboards, Glasflaschen, Hunde mit auf das Gelände.

Und zuletzt eine gute Nachricht für alle Autofahrer: Ab Montag, 9. Mai, ist es für die Dauer der Bergkirchweih wieder möglich, von Westen her nach Erlangen-Nord zu fahren. Die Baustelle der Bahn muss pausieren. Dennoch appellieren die Organisatoren eindringlich, den ÖPNV mit dem Bergkirchweihticket oder den bewachten Fahrradparkplatz an der Haagstraße zu nutzen.
Der Berch ist täglich von 10 bis 23 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen ab 9.30 Uhr. Der Berch-Gottesdienst findet am 22. Mai um 9 Uhr statt.