Wer am Samstag durch Höchstadt ging, bemerkte schnell: Viele Betonmischer waren unterwegs. 120 Lkws lieferten für die Aischbrücke Beton an, um den wohl größten Arbeitsschritt im Brückenbau durchzuführen.
Rund 850 Kubikmeter wurden von 25 Bauarbeitern in das Brückengerüst eingefüllt. Hierzu wurden von beiden Seiten der Aischbrücke die Betonmischer an eine Maschine herangeführt, die den Beton anschließend in einen Schlauch pumpt, der direkt auf die noch unfertige Brücke führt. Die Bauarbeiter auf der Brücke haben das Material dann verteilt.


Keine Pausen möglich

Wichtig hierbei ist, dass dieser Arbeitsschritt in einem Zug durchgeführt wird. Es darf keine Pausen geben. Ansonsten würde das Material aushärten und es könnte sich nicht verbinden. Der Beton würde sich dann nicht richtig verdichten. Zur Hilfe nimmt man hier einen Flaschenrüttler. Durch Vibration verdichtet sie den frischen Beton und es kann keine Luft mehr entstehen.

Verbinden müssen sich drei verschiedene Schichten des Baumaterials. In der ersten Schicht ist ein sogenannter Erstarrungsverzögerer beigemischt, der verhindert, dass das Material vorzeitig verhärtet und sich somit nicht weiter mit den anderen Schichten verbinden kann. Das ist vor allem wichtig, da die Aktion mehrere Stunden andauerte. Bereits um fünf Uhr morgens waren die ersten Bauarbeiter an der Aischbrücke.

Gearbeitet wurde bis nachts um 22 Uhr. Für Erhard Masching, zuständig für die Qualitätssicherung, sei so eine große Aktion auch nicht alltäglich.

Zwar bearbeite er mit der Firma Berger Bau im Großraum Nürnberg oft Brücken, allerdings sei die Größe nicht so häufig.

Aus Uehlfeld und Baiersdorf lieferte die Firma am Samstag pro Stunde rund 80 Kubikmeter Beton. An jeder Seite der Aischbrücke warteten dann jeweils weitere Mischer, damit die Bauarbeiter auf der Brücke immer genügend Baumaterial zur Verfügung hatten.


Regen erschwerte die Arbeit

Befürchtungen im Vorfeld, der Zeitplan sei zu eng, erfüllten sich nicht. Die Aktion ist planmäßig verlaufen. Zwar musste man erschwerte Bedingungen vor allem durch den stetigen Regen hinnehmen, man konnte allerdings trotzdem gut arbeiten.