Nach der Idee der Siebenbürgischen Senioren pflanzte am Samstagmittag die Siebenbürgische Jugendgruppe einen Tanzbaum. Zu der Gruppe gehören aktuell 24 aktive Tänzerinnen und Tänzer. Zusammen mit allen Mitgliedern wünschten sie sich: "Eine Linde soll es sein." Der Baum wurde auf dem Gelände des Jugendhauses Rabatz gepflanzt. Damit erfüllten die jungen Leute auch den Alten einen Herzenswunsch. Denn diese wollten ein Andenken an ihre Jugend, war doch die Linde am zentralen Ort im Dorf, wo man sich traf. "Man kam zusammen zum Reden, Tanzen und gemeinsam Spaß haben, aber auch, um wieder auseinanderzugehen und sich dort wieder zu treffen", erzählte Brigitte Krempels in einer kurzen Rede anlässlich der Pflanzaktion.

Eine schöne Erinnerung für später

Die Alten wünschten sich, dass die Jungen später auch mal eine schöne Erinnerung hätten. Und so geschah es. Das Loch war gegraben, Friedrich Bayer, bei der Stadt Herzogenaurach beschäftigter Gärtnermeister, hatte das Pflanzloch ausgehoben. Der Baum stand bereit. Unter Bayers fachmännischer Aufsicht wurde der Baum in Zusammenarbeit mit den Siebenbürgern sowie Stadtoberhaupt German Hacker eingesetzt und ausgerichtet. Zwei Pflocken direkt neben dem Baum sollen ihm Halt geben, solange er noch nicht fest im Boden verwachsen ist.
Danach schlossen die vielen freiwilligen Helfer in Windeseile das Loch und Gärtnermeister Bayer schnürte den Baum an den beiden Pfosten fest. Anschließend musste der Tanzbaum selbstverständlich eingeweiht werden, wozu sich die Siebenbürger nicht lange auffordern ließen. Sie führten traditionelle Siebenbürgische Volkstänze auf - und das auf nicht gerade ebenem Gelände. Schnell und vergnügt wurden mehrere Volkstänze aufs Grün gelegt und auch Bürgermeister German Hacker durfte das Tanzbein schwingen.

Bereits seit zehn Jahren gibt es die Siebenbürgische Jugendtanzgruppe in Herzogenaurach. Am 20. April dieses Jahres feierten sie auch eine große Jubiläumsveranstaltung. Die Volkstanzgruppe der Siebenbürgen besteht auch seit zehn Jahren. Der erste Auftritt war am 7. September 1669 in Fürth. Seither tritt die Gruppe bei städtischen Veranstaltungen und landesmannschaftlichen Aktivitäten und Treffen der Heimatortsgemeinschaften auf. Höhepunkt im Jahr ist das Kronenfest, durch welches die Gruppe ihr Brauchtum aus der alten Heimat weiterpflegt und die Integration in der neuen Heimat auslebt.

Getanzt wird auf jeden Fall

Feste und Veranstaltungen soll es auch an der neu gepflanzten Linde geben. Darüber würde sich auch Christine Teistra vom Jugendhaus Rabatz freuen, sagte sie. Was genau man dort machen wolle, stehe natürlich noch nicht fest, eines sei jedoch sicher: Getanzt wird auf jeden Fall.