Das geplante Höchstadter Aischpark-Center beschäftigte nun auch die Herzogenauracher Stadträte. Der Planungs- und Umweltausschuss hatte eine Anfrage vorliegen, da die Stadt Herzogenaurach eine Stellungnahme dazu abgeben muss.
In der Stellungnahme der Stadt Herzogenaurach heißt es nun: "Von Seiten der Stadt Herzogenaurach wird zur Kenntnis genommen, dass Herzogenaurach gemäß der eingereichten Unterlagen dem Kerneinzugsgebiet EGZ 1 zugeordnet ist. Es wird in diesem Zusammenhang um Überprüfung der Verträglichkeit des Vorhabens im Hinblick auf die bestehende Handelsstruktur Herzogenaurach - insbesondere auf die innerstädtische Einzelhandelsstruktur - gebeten."


Verwunderung bei den Räten

Bei den Erläuterungen ging Bürgermeister German Hacker (SPD) etwas näher auf das Vorhaben und die 25 Einzelhandelsgeschäfte ein, die angesiedelt werden sollen.
Franz-Josef Lang (CSU) wunderte sich über die Stadträte in Höchstadt, da so ein Zentrum mit Sicherheit zu Lasten der Innenstadt gehe. "Irgendwann wird dann versucht, mit Events Leute in die Stadt zu bringen", befürchtet der CSU-Stadtrat. "Ich hab schon ganz schön geschluckt, als ich das gelesen habe, und habe so meine Bedenken", erklärte Konrad Körner (CSU). So sei das Vorhaben in Höchstadt nicht mit dem Projekt Klingenwiesen vergleichbar und der CSU-Stadtrat befürchtet, dass Herzogenaurach in eine "Sandwich-Position" zwischen Erlangen und Höchstadt geraten könnte. Für Retta Müller-Schimmel (Grüne) ist die Zeit für große Märkte auf der grünen Wiese vor den Toren einer Stadt vorbei. CSU-Stadtrat Bernhard Schwab sieht durchaus die Gefahr von einer Abwanderung an Kaufkraft, so würden auch Herzogenauracher etwas neidisch nach Höchstadt schielen und die Frage stellen: Warum geht so etwas in Herzogenaurach nicht? Und Schwab befürchtet, dass Herzogenauracher durchaus nach Höchstadt zum Einkaufen fahren werden.
Bürgermeister Hacker hielt sich aus der Diskussion heraus: "Ich kommentiere dieses Vorhaben der Stadt Höchstadt nicht." So könne das Herzogenaurach auch jederzeit machen, schließlich liege die Stadt an einer Durchgangsstraße mit täglich tausenden von Autos. "Unsere Innenstadt soll jedoch erhalten bleiben", kommentierte der Bürgermeister dann doch.