Der Ortskundige Führer war der Sterpersdorfer Georg Schockel. Wie zu Ailersbach findet sich auch hier ein massiver Turm an der Kirche. Ursprünglich lag auch der Friedhof um die Kirche, der sich nun am Rande des Dorfes befindet. Daneben steht eine kleine Grotte mit einer Lourdesmadonna, die ebenfalls bei der Führung erkundet wurde.

Kirchlich gehörte Sterpersdorf vermutlich zur Urpfarrei Lonnerstadt und gelangte erst später zur Pfarrei Höchstadt an der Aisch. Die Chorturmkirche ist den Heiligen Vitus, Modestus und Krescentia geweiht. Obwohl die Kirchenburg sicherlich schon frühzeitig errichtet wurde, konnte erst 1882 eine eigene Pfarrei installiert werden. Dies geschah auf Betreiben des geistlichen Rats und Hofkaplans König Ottos von Griechenland, Andreas Arneth, dessen Mutter aus Sterpersdorf stammte. Für die neu errichtete Pfarrei wurde bereits 1879 das Pfarrhaus als spätklassizistischer Walmdachbau errichtet. Unter einem Dach befinden sich die Wohnräume des Pfarrers, das Pfarrbüro sowie ein Pfarrsaal und ein Jugendraum für die Pfarrangehörigen.

Vor allem im Dreißigjährige Krieg hatte der Ort zu leiden. Bereits am 24. Oktober 1631 schrieb der Kastner zu Höchstadt, dass zwei bambergischen Stiftsuntertanen, Georg Zotmann und Georg Hofmann, durch die Schweden die Häuser erbrochen, 6 Pferde geraubt und 24 Reichstaler erpresst wurden.

Auch die Kirche wurde im Krieg beschädigt. Im Jahr 1683 veranlasste der Höchstadter Pfarrer Philipp Hellmuth (er amtierte von 1673-1712), gleichzeitig Dekan des Landkapitels Schlüsselfeld, dass die Kapelle vom Schutt zu befreit und wieder hergestellt wurde. Allmählich sammelte sie einen kleinen Fond. Eine kurz danach angeschaffte Glocke aus dem Jahr 1689 trug die Aufschrift: "Ehr sey Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden. S. Vito Sacr. Joseph Szell in Vorchheim gossen." Eine ältere Glocke, beschriftet mit "O Rex gloriae Christe veni cum pace" verwies in den Anfang des 15. Jahrhunderts.

Nach der Verlängerung des Langhauses der Kirche erfolgte am 28. September 1924 die Konsekration. 1954 wurde der Innenraum umgestaltet. Am 18. Juni 1989 konnte schließlich nach einer erneuten Renovierung der neue Zelebrationsaltar und die Orgel durch den Bamberger Weihbischof Werner Radspieler eingeweiht werden.
Die Ortschaft Sterpersdorf hatte nach Johann Baptist Roppelt 1801 "...eine kleine Kirche zu St. Veit, ein Gemeindehirtenhaus, 12 andere Häuser, 11 Städel, und eine mit 2 Mahlgängen, einem Schneidegang, Haus, Stadel und Nebengebäuden versehene Mühle."

Bereits 1144 wurde ein Heinrich von Sterpersdorf im Zusammenhang mit einer Stiftung für Kloster Ebrach erwähnt. Der Ortsname lautete ursprünglich Stertzfridesdorf (1160) bzw. Sterfridesdorf (1243). Am 14. Februar 1383 verkaufte Konrad von Seckendorf-Hörauff ein Gut zu Sterpersdorf an die Frühmeßstiftung zu Höchstadt an der Aisch. Der Bamberger Bischof Albrecht, Graf von Wertheim, verpfändete 1414 zwei Höfe in Ailersbach und Sterpersdorf mit den Seldenhäusern und einen Hof in Lonnerstadt um 2.700 Gulden an die Nürnberger Patrizierfamilie Rummel. Am 13. März 1589 erwähnt Pfarrer Johann Amman zu Höchstadt in einem Brief an Bischof Julius Echter von Mespelbrunn die Steuern der Gotteshaus-Güter, darunter auch die Filiale Sterpersdorf.
Im Feuerwehrhaus von Sterpersdorf war dann der gemütliche Abschluss bei Kaffee und Kuchen.