Das Schloss ist in die Jahre gekommen. Und die Bausubstanz ist offenbar so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass das Gebäude bald generalsaniert werden soll. In zwei Jahren ist diese Maßnahme geplant, die zeitgleich mit dem Neubau des Rathauses erfolgen soll.

Doch schon jetzt lässt die Stadt erste Arbeiten verrichten. Denn der Ostflügel weist so starke Schäden an seiner Fassade auf, dass diese bereits jetzt neu verputzt und gestrichen werden muss. Man möchte, dass die zum Schlossgraben gerichtete Wand diese zweijährige Wartezeit bis zur Generalsanierung auch übersteht, sagte Bürgermeister German Hacker (SPD) in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend.

Dieses Gremium traf dann auch den Beschluss für die genannten Arbeiten. Beauftragt wurde die Firma Starkolith Innenausbau-Fassade aus Oberhaid für 67 000 Euro. Vergaben in dieser Höhe fällt für gewöhnlich der Finanzausschuss. Doch dieser tagt erst wieder am 30. Juli, und dem Rathaus ist einfach eilig damit.


Gute Erfahrungen mit Firma

Wesentlicher Bestandteil des Auftrags ist die umfassende oberflächliche Sanierung des Putzmauerwerks, das erhebliche Schäden in der Oberflächenssubstanz aufweist. So heißt es in einer Information der Stadträte zum Tagesordnungspunkt. Die beauftragte Firma, so wird weiter informiert, habe schon bei der Sanierung der Süd-Fassade des Schlossgebäudes zur Zufriedenheit gearbeitet.

Schon jetzt ist, in Vorbereitung zu den beauftragten Arbeiten, die Herzogenauracher Firma Zollhöfer zugange. Die Schlossmauer wurde zwei Meter tief aufgegraben, vor allem um das Sandstein-Fundament auszubessern und zu reparieren. Das sagte Baggerführer Michael Stark vor Ort im FT-Gespräch. Der Sandstein sei teilweise feucht gewesen. Darüber hinaus wurden eine Drainage verlegt und Schächte eingebaut. Jetzt können die Abwasserrohre an das Kanalnetz angeschlossen werden.