Es wird die größte Baustelle in der Innenstadt der nächsten zweieinhalb Jahre werden: der Bereich um die Straße An der Schütt. Der Bau des Parkdecks auf dem Großparkplatz macht im Juli den Start, bevor die Straße etwa Mitte des kommenden Jahres folgen wird. Deren Neugestaltung mit Auswechslung des Kanals wird etwa 15 Monate in Anspruch nehmen, also bis Spätherbst 2017 dauern. Das sagte Bürgermeister German Hacker (SPD) in einem Vorabgespräch zur Planungsausschuss-Sitzung am kommenden Dienstag. Dort wird der detaillierte Entwurfsplan vorgestellt, bevor er dann in den Stadtrat geht.

Gegenüber den ersten Entwürfen haben sich laut Hacker nur wenige Veränderungen ergeben. Man habe versucht, mit Besitzern von privaten Grundstücken ins Gespräch zu kommen. Doch dort habe man wenig Bereitschaft gefunden, sie wollen offenbar alles so belassen wie es ist, sagte Hacker. Deshalb müsse man sich auf den öffentlichen Grund beschränken.

Wesentliche Änderung gegenüber Plan 1 ist hier der Platz vor dem Geschäft Kuwe. Da war ursprünglich vorgesehen, dass es keine Stellplätze direkt vor dem Haus mehr geben soll. Denn am Straßenrand wolle man das nicht, war die Intention der Planer. Nach der Vorstellung dieser ersten Pläne aber gab es Widerstand und Einsprüche. Hausbesitzer Ulrich Wirth wie auch Ladenbetreiber Norbert Gast hatten sich sehr dafür ausgesprochen, die Parkplätze vor der Tür wenigstens noch zum Beladen zu behalten. "Die Parkplätze sind für den Laden eminent wichtig", hatte Gast in einem FT-Bericht im Dezember beteuert ("Sorge um die Parkplätze bleibt").
Die Sorgen verhallten nicht ungehört. Vier Stellplätze sind in dem neuen Plan vor dem Geschäft eingezeichnet. Weichen muss allerdings ein ebenfalls dort stehender Baum. Das allerdings nur deshalb, weil er in die Jahre gekommen sei, wie der Bürgermeister erläuterte.

Andere Veränderungen gegenüber der jetzigen Situation hatten die Planer des Nürnberger Büros P4 bereits im ersten Entwurf drin. Beispielsweise werden die schräg angeordneten Stellplätze neben dem Kuwe-Steg künftig senkrecht angebracht. Damit bekomme man mehr Platz, der allerdings nicht in zusätzliche Stellplätze umgewandelt, sondern mit Bäumen dekoriert werden soll. Außerdem brauche man auch Platz für eine große Rampe für den neuen Aurach-Übergang. Denn der Kuwe-Steg wird durch eine Brücke ersetzt (Baubeginn Anfang 2016). Und weil diese barrierefrei gestaltet werden soll, braucht man eine lange Rampe, die dort nur im Zickzack angeordnet werden könne.

Bleiben sollen auch der gastronomische Bereich mit zwei Kiosks und eine Gestaltung der Aurachwiesen mit einem Bewegungsparcours, allerdings in einer gegenüber dem Vorentwurf abgespeckten Form.
Die Sitzung im Planungsausschuss am kommenden Dienstag um 17 Uhr im Rathaus ist öffentlich.