Gleich mit drei Traktoren zogen die Burschen vom Bauhof los, um den Baum im Birkenbühl zu holen. Vorneweg fuhr Hans Geinzer mit seinem Fendt, er war für den Transport des Baumes zuständig. Bequem saßen die Burschen auf dem Anhänger von Stan Krämer und seinem Eicher. Den Schluss der kleinen Kolonne bildete Christian Hasslauer mit seinem Bobby. Bis zum Birkenbühl wurde noch so manches Liedla geschmettert, die Burschen wussten nicht, was sie erwartete.

"Nicht weit weg vom Weg", ließ sich der Geinzer´s Hans entlocken, als er gefragt wurde, wo der Baum denn sei. "Suwas hamer nu net ghabt", schnaufte der Manni, als er sich durch das Gestrüpp gekämpft hatte.

Es war ein hartes Stück Arbeit den Baum, fachmännisch gefällt von Hans Geinzer, mit Muskelkraft bis zum Forstweg zu bringen.

Hans Herbst, der letztes Jahr angekündigt hatte, nicht mehr mit in den Wald zu gehen, war natürlich auch heuer dabei. "Wir brauchen die Ratschläge der Oldies", verließen sich Fabian und seine Burschen auf die Anweisungen und Kommandos vom Hans, dem Lochner´s Rudi und vom Burgstaller Reser.

Es brauchte seine Zeit, bis der Baum aus dem Wald getragen war, da blieb keine Luft mehr für ein Kerwas-Liedla. "Schauna wies drin hänga", meinte der Manni und rief: "Raus aus dem Kreiz, ihr seid doch junga Leit."

Richtig munter wurden die Burschen erst wieder beim Beutelsdorfer Gerch, bei dem Ingo mit seiner Quetschn wartete, nach den ersten Schlucken ging auch das Singen wieder.

Wenn die Burschen richtig gezählt haben, wurde der Baum im 71-ten Lebensjahr gefällt, also 2 Jahre jünger als der älteste Kerwasbursche Manni. "Den Unterschied sieht man schon, der Baum ist schöner gewachsen", meinte Fabian schmunzelnd. Der Jüngste im Bunde war der eineinhalbjährige Thomas, der Sohn vom Stan. "Wenn ich mal aufhöre, ist er dran, es ist nie früh genug was zu lernen", erklärte der stolze Papa dem Kleinen die Handgriffe.

Am Nachmittag wird der Baum durch die Stadt gezogen, begleitet von den Bulldogfreunden und gegen 16 Uhr hinter dem Festplatz aufgestellt.

Einen ausführlichen Bericht über die Oldies und ihrem Baum lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben des FT.