Die Sonne meinte es gut mit der Kerwagemeinschaft Greuth am Wochenende. Im östlichsten Höchstadter Ortsteil feiert man allerdings einen Tag weniger und das Bierfässla wird auch nur von der Kerwagemeinschaft und nicht vom Bürgermeister angestochen.

Am Samstagnachmittag wurde der kleine Ort plötzlich lebendig. Von überall her strömten Menschen in blauen Shirts herbei - junge, ganz junge und auch ältere. Die in den roten Shirts hatten Musikinstrumente unterm Arm. Das waren die von der "Greuther Blos'n". Die Blaskapelle, die sich einzig zu diesem Fest zusammentut.


22,50 Meter lang

Der geschmückte Baum wartete schon und langsam formierte sich der Zug. Voran marschierten einige jüngere Mitglieder der Kerwagemeinschaft mit ihren Schildchen, dann die Blaskapelle und letztendlich der 22,50 Meter lange Kerwasbaam, begleitet von den jungen Burschen und gezogen von einem alten Fendt, Baujahr 1960, am Steuer Markus Lunz.

Mit dabei war natürlich Maskottchen Herbert, ein ausgestopfter Steinmarder. Mehr oder weniger deftige Kerwasliedla schmetternd und den Durst löschend - ein eigenes Löschfahrzeug war auch dabei - zog man ums Dorf herum und dann ins Zentrum. In 25 Minuten war der Baum in der Senkrechten. Naja, wenn viele Männer der Kerwagemeinschaft mit anpacken und die Musik den Baumaufstellern den richtigen Antrieb gibt, geht halt alles viel besser! Außerdem sorgte "Baumkappo" Wolfgang Ackermann, dass der Baum am Ende auch wirklich gerade steht.

Mit Kaffee und Kuchen ging's weiter. Am Abend brachte die Partyband "Almfieber" Stimmung ins Festzelt und DJ "K" regierte in der Bar. Als Gäste waren wie immer die "Kerwasfreunde Förtschwind", die "Kirchweihfreunde Schweinbach" und die "Weltmetropole Gereuth" (Gemeinde Ahorntal) am ersten Abend dabei. "Natürlich besuchen wir auch die Kirchweihen unserer Freunde", so Christian Hahn, der rührige Sprecher der Kerwagemeinschaft.

Nach dem Gottesdienst in der St.-Josef-Kapelle am Sonntag gab es für die Gäste leckere Weißwürste beim Weißwurstfrühschoppen. Für gute Laune sorgte dabei die Blaskapelle Zentbechhofen. Am Nachmittag um 14 Uhr ging's weiter mit Kaffee und Kuchen und ein extra tolles Kinderprogramm wurde natürlich auch geboten. Ab 16 Uhr sorgte dann Reinhard Eberlein musikalisch weiter für gute Kerwastimmung.

Am heutigen Montag beginnt um 14 Uhr der Festbetrieb mit Kaffee und Kuchen und ab 17 Uhr gibt's die beliebten extra großen Greuther Salzknöchla. Nahtlos geht es um 18 Uhr weiter mit dem "Duo Con Brio", das sicher zum Ausklang noch einmal richtigen Schwung ins Festzelt bringt.