Es ist im Grunde die berühmte Gretchenfrage, die es zum Start des Berges Jahr für Jahr zu beantworten gilt. Nein, nicht wie viele Schläge der Oberbürgermeister Siegfried Balleis (CSU) benötigt, um das erste Faß Freibier anzustechen; auch nicht die Frage, ob die Anzahl der Freibiergesichter vom Vorjahr noch getoppt werden kann - es ist die Frage, welche Zahlen wichtiger sind. Nämlich die Anzahl der Schläge oder die Höhe des Bierpreises.
Zweiteres ist für den Konsum vermutlich entscheidender. Und da gibt es heuer die gute Nachricht: Der Bierpreis ist stabil. 7,50 Euro wird die Maß an den meisten Kellern kosten. Es gibt Ausreißer, die 7,90 Euro verlangen; aber auch Anbieter, die sich mit 6,90 Euro begnügen.

Eine Million Gäste


Die Schlagzahl des Oberbürgermeisters ist auch wieder stabil. Die wenigsten waren überrascht: mit drei Schlägen und dem Hinweis "O'zapft ist", eröffnete er die 257. Bergkirchweih in Erlangen. Nun heißt es zwölf Tage lang, dass die Stadt und rund eine Million Besucher Kopf stehen.
Morgens um 10 Uhr, am Wochenende und den Feiertagen um 9.30 Uhr, öffnet der Berg seine Zugänge. Bis 23 Uhr geht es dann in den zwei Dutzend Fahrgeschäften rund, kann an den Buden gespielt und gewonnen werden.
15 000 Sitzplätze sorgen dafür, dass auch die "Kellerkultur" nicht zu kurz kommt. Sechs Biersorten, davon zwei Biere von Erlanger Brauereien, warten auf ihre Abnehmer. Der Berg ist eröffnet.

Informationen zum Berg



So mancher Berggänger wird überrascht sein, wenn er ab 20 Uhr an der Essenbacher Straße mit Bussen in Richtung Innenstadt fahren will. Denn dort wird kein Bus mehr stehen. Die Haltestelle an der Kreuzung Berg-/Essenbacher Straße wird auf die Westseite der Leo-Hauck-Straße verlegt. Dadurch müssen Berg-Besucher, die mit dem Bus fahren wollen, einen längeren Fußweg in Kauf nehmen. Grund: Die Busfahrer beschwerten sich, dass die Fahrt durch die Menschenmengen einfach zu risikoreich sei.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Die Polizei warnt vor Taschendieben. Diese stehlen meist im Schutz von Menschenmengen oder Gedränge. Im Jahr 2011 wurden 32 Fälle des Taschendiebstahls im Zusammenhang mit der Bergkirchweih angezeigt. 2010 waren es 22 Fälle. daher die Tipps: Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie benötigen. Verteilen Sie Ihr Bargeld, Handy und Schlüssel auf verschlossene Innentaschen der Kleidung. Sollten Sie trotz aller Vorsicht Opfer von Taschendieben geworden sein, erstatten Sie Anzeige. ft