Während sich die eingesetzten Polizeibeamten bis in die Nachmittagstunden mit Verkehrsmaßnahmen und Jugendschutzkontrollen beschäftigten, musste das Bayerische Rote Kreuz insgesamt 51 Hilfeleistungen erbringen. Hierbei fielen auch sechs Transporte nach Höchstadt und Erlanger Kliniken an.

Nach zunehmender Alkoholisierung einiger Festivalbesucher musste die Polizei vom frühen Abend an bis in die Nacht einige Male einschreiten. Hierbei kam es zu sechs Festnahmen und einer Gewahrsamnahme. Bemerkenswert ist, dass keiner der fest- oder in Gewahrsam genommenen Personen aus Höchstadt stammt.

Zuviel getankt hatte ein 18-Jähriger, der sich aufgrund einer Alkoholisierung von 2,06 Promille nicht mehr alleine auf den Beinen halten konnte. Er wurde kurzzeitig in Gewahrsam genommen und anschließend in die Obhut eines Verwandten übergeben.

Zwei Sachbeschädiger wurden im Kieferndorfer Weg festgenommen. Einer mit 2,08 Promille hatte mit der Hand auf ein Autodach geschlagen, ein anderer wurde beobachtet, wie er mit 1,02 Promille die Leuchte einer Sperrbake herunterriss und beschädigte.

Verdacht auf Nasenbeinfraktur

Mit Verdacht auf eine Nasenbeinfraktur wurde ein Mann vom BRK in eine Erlanger Klinik verbracht, nachdem ihm auf den Festivalgelände ein anderer ins Gesicht geschlagen hatte. Der ermittelte Schläger hatte 0,84 Promille im Blut.

Kurz vor Mitternacht wurde ein Mann im BRK Zelt behandelt, der vorgab auf den Mund und ein Ohr geschlagen worden zu sein. Auch er musste zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus. Der anschließend ermittelte Täter war ebenfalls nicht unerheblich alkoholisiert.

Weit nach Mitternacht beobachten Einsatzkräfte der Polizei auf Höhe des Veranstaltungsgeländes, dass zwei Männer auf einen auf der Straße Liegenden mit Fäusten einschlugen. Nach kurzer Flucht wurden beide Männer von der Polizei festgenommen. Beide waren mit 1,86 Promille und 1,68 Promille deutlich alkoholisiert. Einer der beiden widersetzte sich bei seiner Festnahme vehement den polizeilichen Maßnahmen und verletzte einen Beamten an beiden Händen. Aufgrund nicht nachlassender Aggressivität musste er die Nacht in der Arrestzelle verbringen.

Einer jungen Frau aus Oberfranken wurde ihre Geldbörse entwendet. Diese hatte sie in ihrer vor dem Körper hängenden Handtasche verwahrt. Vermutlich hatte der Täter einen Moment ausgenutzt, in dem die Frau ihre Verzehrbons sortierte. Neben verschiedenen Ausweisdokumenten und Kreditkarten befand sich noch 50 Euro Bargeld in der Geldbörse.

Trotz dieser Vorfälle bezeichnet die Polizei die Veranstaltung ausdrücklich als überwiegend friedliches Festival. So sollten wenige unschöne Sachverhalte nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele junge Menschen einen schönen Tag erlebten. pol