Es drohte bekanntlich das Aus für die Weisendorfer Einrichtung, nachdem sich der Bund aus der Förderung zurückzog.
Der Trägerverein, die Evangelische Kirchengemeinde Weisendorf-Rezelsdorf, hätte die Kosten nicht allein stemmen können. Also sprang der Markt Weisendorf für das Bundesministerium in die Bresche und bewilligte rund 22 700 Euro, um den Fortbestand zu sichern. Bei der Einweihung des Treppenliftes am MGH sprach daraufhin der BWG-Gemeinderat und ehrenamtliche Mitarbeiter des MGH, Walter Ferbar, den Bürgermeister an, um eine Lösung für eine Finanzierung zu finden. Die Vorstellung des Ministeriums, das MGH müsste sich nach einer gewissen Zeit selbst tragen, war in der Praxis nicht durchführbar.
Zusammen mit der evangelischen Kirche und der Koordinatorin des MGH, Doris Tietjen, loteten Tritthart und Ferbar alle Möglichkeiten aus, um eine Finanzierung auf die Beine zu stellen. "Eine Stiftung schied wegen der Höhe des Grundkapitals und der niedrigen Zinsen von vorneherein aus", erklärte der Bürgermeister. Also blieb nur ein gemeinnütziger Verein. "Wir wollen das MGH auf ein vierte Säule stellen, auf vier Beinen steht es sich besser", erläuterte Ferbar die weitere Vorgehensweise. Mit den Säulen Trägerverein, ehrenamtliche Mitarbeiter und Gemeinde soll nun der Förderverein ein Weiterbestehen garantieren.

Helfer sind willkommen

Bei der gut vorbereiteten Gründungsversammlung, die von Walter Ferbar und Thomas Rudel geleitet und moderiert wurde, wurde eine Satzung verabschiedet und der komplette Vorstand gewählt.
Doris Tietjen appellierte an die Öffentlichkeit, das MGH mehr wahrzunehmen und sich dafür zu interessieren. Darum will sich auch der Verein jetzt kümmern. "Viele Weisendorfer wissen überhaupt nicht, dass es uns gibt und was wir machen", erklärte die Leiterin. So sind auch weitere ehrenamtliche Mitarbeiter gern willkommen. "Es gibt bestimmt Leute, die uns an den Nachmittagen bei der Hausaufgabenbetreuung unterstützen könnten, und wenn es nur zwei Stunden sind", wünscht sich Tietjen. Die Weisendorfer werden im nächsten Jahr mit Sicherheit öfter mit dem MGH und dessen Arbeit konfrontiert werden, denn Walter Ferbar hat sich einiges vorgenommen, damit der Begriff "Mehrgenerationenhaus" in den Köpfen der Bevölkerung auch ankommt.