Pfarrer Jean Désiré Sawadogo schlug in seiner Predigt den Bogen von Simeon und Hanna, die im Jesuskind das Licht der Welt erkannten, in unsere heutige Zeit. Er bezeichnete das Licht als Zeichen, dass Christus bei uns ist, den Weg mit uns geht.
Der Lichmesstermin hängt von Weihnachten ab. Denn 40 Tage nach der Geburt musste Jesus als männliche Erstgeburt nach jüdischem Glauben dem Herrn geweiht werden und Maria sich einer symbolischen Reinigung unterziehen. Die Zahl 40 sei von großer Bedeutung. Sawadogo erinnerte an die 40 Jahre, die das Volk Israel in der Wüste auf Wanderschaft verbrachte und die 40 Tage, die Jesus in der Wüste fastete. Simeon und Hanna im Evangelium sahen im Kind Jesus die Erfüllung dessen, wofür sie ein Leben lange gelebt hatten. Das Fest sei eine Begegnung von Alt und Jung, von Simeon und Hanna als Vertreter des Alten Testaments und Jesus als dem Vertreter des Neuen Testaments.
Der Gottesdienst erhielt durch die Kerzenweihe in der Stadtpfarrkirche und die anschließende kleine Prozession eine besondere Note. Sawadogo riet den Anwesenden, das Licht in Erinnerung an das Lichtmessfest zuhause aufzustellen.