Matthias Steger, der Metzger der Freien Wähler, hatte in drei dampfenden Kesseln Schweinsköpfe, Zungen, Herzen, Nieren, Schweinsbäuche und natürlichen einen schönen Kamm vorbereitet. Über 120 hungrige Gäste wurden verköstigt und schon gegen Mittag war alles weg. Zum fünften Mal bieten die Freien schon das Kesselfleischessen an und "es ist schön, dass mittlerweile auch immer mehr ortsansässige Vereine kommen”, berichtet Günter Brehm, der Vorsitzende der Freien Wähler. Der Gastraum des DJK-Heimes ist zum Bersten voll und man sieht nur zufriedene Genießer. Nebenbei kommen dauernd einige Adelsdorfer mal schnell vorbei und besorgen sich für zu Hause ihre Portionen.

"Ich bin so kurz nach sechs Uhr heute Morgen gekommen und hab das Fleisch angesetzt. Das geht aber nur, weil mein Freund, der Hannes Zöbelein, zusammen mit dem Brehms Günter schon eine Stunde vorher den Kessel angeschürt hat. Hannes ist immer meine rechte Hand. Ich hab ihn vor fünf Jahren angelernt und er stellt sich nicht schlecht an", meint Steger. "Und der Günter ist der Kesselwart. Ohne den geht gar nichts", erklärt der eifrige Metzger, während er das Fleisch portioniert.


Sich bedienen lassen ist Genuss



Schlachtschüssel ist für Matthias Steger selbst auch ein Leckerbissen. "Ich bin gerne bei anderen Schlachtschüsseln zu Gast, wo ich mal nicht arbeiten muss und nur zugreifen darf", verrät er und lacht. "Aber heute, nach dem großen Essen und getaner Arbeit, setzen wir uns immer noch ein bisschen zusammen und lassen alles gemütlich ausklingen."