ige Film wieder eine Renner wird", sagte Helmut Biehler vom städtischen Kulturamt. Immer wieder musste seine Kollegin Andrea Pöltl Besucher ohne Karte vertrösten: "Warten's bitte mal, wir schauen, was wir tun können." Derweil ging Franzi Sammet durch den Schlosshof, um vielleicht doch noch das eine oder andere Plätzchen zu finden.

Passend zum Film "Fack ju Göhte" mit Elyas M'Barek, der in der Rolle des sympathischen Chaoten und Kleinkriminellen Zeki Müller vor die Klasse tritt und mit seinen ganz eigenen Unterrichtsmethoden für Ruhe und Ordnung sorgt, gab es im Vorprogramm eine Live-Performance mit "TripeGas Aerosolart". Christian Krieger setzte mit seinem Kollegen keine Paintball-Pistolen wie Elyas M'Barek ein - sondern Spraydosen. Binnen kurzer Zeit entstand auf Folie und Leinwänden ein kleines Kunstwerk.

Einflüsse in der Werbung
Als Graffiti vor über 30 Jahren in New York entstand, glaubte wohl keiner, dass diese Subkultur schon bald einen Siegeszug rund um den Globus antreten würde.Längst sind die Einflüsse dieser Kunst in Werbung, Medien und Mode nicht mehr zu übersehen. Viele ehemalige Graffiti-Maler sind in die Werbung gegangen, um das in ihrer früheren Jugend angeeignete Spiel der Formen und Farben fortzuführen. So auch der Grafiker, Graffiti-Maler und Airbrusher Christian Krieger, der seine Interpretation der Fortführung in Herzogenaurach zeigte.

"Fabrikwände müssen nicht grau und kahl aussehen, sie eignen sich vielmehr hervorragend für eine Kunstrichtung, die nicht nur in den USA, sondern auch bei uns längst anerkannt ist", erklärte Krieger. Allerdings ist es relativ selten, dass Eigentümer oder Kommunen ihre grauen Mauern farbenfroh verzieren lassen.

Überhaupt gab es täglich im Schlosshof ein attraktives Vorprogramm, immer passend zum jeweiligen Film. "Die Leute vom Kulturamt gaben sich große Mühe und es hat immer gepasst", meinte dazu Franzi Sammet vom Mobilen Kino. Sie war begeistert von den Abenden in Herzogenaurach. Ihr Team hatte jeden Abend alle Hände voll zu tun, schließlich lag auch die Bewirtung in ihren Händen.

Weniger los beim Eröffnungsspiel
"Es hat alles wunderbar geklappt. Das Wetter passte in diesem Jahr auch. Ich bin sehr zufrieden und es gab eine wunderbare Zusammenarbeit zwischen der Stadt und uns", lobte sie die Unterstützung durch das Kulturamt.
So war auch die Besucherzahl zufriedenstellend. Nur beim Eröffnungsspiel der WM kamen nur rund 90 Zuschauer. "Damit haben wir schon gerechnet, aber wir hatten insgesamt ein tolles Publikum und wir werden im kommenden Jahr sicher wieder hier sein", erklärte Franzi abschließend.


Leinwände käuflich zu erwerben:
Die am Kinoabend besprühten Leinwände können von den Meistbietenden käuflich erworben werden. Der Erlös kommt laut Helmut Biehler vom Kulturamt einer sozialen Einrichtung zugute. Interessenten können sich während der Dienstzeit an das Kulturamt wenden, unter Tel. 09132/901 120.