Mit einem herausragenden Chorgesang, interpretiert von sechs Chören, fand am 2. Advent das mittlerweile 35. Weihnachtliche Konzert in der Münchauracher Klosterkirche statt. Abgestimmt auf die Botschaft der Adventszeit, "Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und Helfer", erklangen Werke meist zeitgenössischer Komponisten.

In das Konzert eingebunden wurde auch das Publikum mit drei Liedern. Die Chöre gefielen durch ihr hohes künstlerisches Niveau. Zu hören waren Lieder von namhaften Komponisten, die teils neu bearbeitet waren, und altbekannte, klassische Werke. Alles zusammen war zu einem flotten Arrangement vereinigt.

Kirchenschiff ist ausgefüllt

Mit "Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe!", kündete Pfarrer Peter Söder die Beiträge der Mitwirkenden in der vollbesetzten Klosterkirche an. Das weihnachtliche Kirchenkonzert unter der Gesamtleitung des Aurachtaler Bürgermeisters Erwin Schopper eröffnete Organist Joachim Böhm mit einem Präludium und einer Fuge von Johann Sebastian Bach.
Joachim Böhm leitete auch den Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Münchaurach bei "Lob getrost mit Singen" und "Blasmusik in Moll", einem Instrumental-Stück der Gruppe Haindling und einer Komposition von Richard Roblee nach dem Original von Lois Armstrong "What a wonderful world".

Auch Lieder im Dialekt gesungen

Auf Fränkisch setzte der Landfrauenchor unter der Leitung von Eleonore Marabini mit "A Licht in der Nacht" und einem Lied aus Oberfranken "A jeda denkt etz im Advent" von Franz-Josef Saam Akzente. Schwungvoll sang der Landfrauenchor dann das Lied "Es hat aweng g´schneit" von Erich Arneth, speziell für einen Chor interpretiert durch Gruppenchorleiter Manfred Maier.

Mit dem Männergesangverein Falkendorf erinnerte Chorleiterin Valentina Walter an die gedankliche Ankunft an der Krippe mit "Durch die Heilige Nacht" und dem beliebtesten und auch bekanntesten polnischen Weihnachtslied "Als die Welt verloren". Dazu passte auch das "African Noel", das die Menschen auffordert "Singet, preiset und lobt unsern Herren". Die Stimmen der Sänger aus Falkendorf waren klanglich sehr gut aufeinander abgestimmt, und der Chor vermittelte ein Gefühl der Wärme.
Viele junge Gesichter hatte Chorleiterin Jutta Schnappauf-Weiß in ihrem Chor "Ad Libitum" des Singvereins 1843 Wilhelmsdorf. Glänzend interpretierte der Wilhelmsdorfer Chor "The Huron Carol”, ein sehr beliebtes Weihnachtslied aus Kanada, das zu den schönsten Hinterlassenschaften des Paters de Brébeuf zählt. Internationales hatte auch der Kirchenchor, geleitet von Beate Beck, im Programm. Mit dem rhytmusstarken Lied "Siyahamba” oder auf Englisch "We are marching in the Light of God" aus Südafrika zeigte sich der Chor einmal mehr als Einheit. Mit "Macht die Tore auf, öffnet eure Herzen", kam der Kirchenchor wieder auf das Thema der Lesung des Pfarrers zurück.

Jung geblieben

Dass die Männerchöre zu den aussterbenden Spezies gehören, kann man vom Gesangverein Fidelia aus Münchaurach, geleitet von Waldemar Welker, nicht behaupten. Schwungvoll, stimmgewaltig und nahezu schon jugendlich präsentierten sich die Sänger.

Für Bewegung im Kirchenraum sorgte das moderne, spanische Weihnachtslied "Feliz Navidad".
Bunt, farbig und traditionell beschloss dann Chorleiterin Cornelia Schmid mit dem Volkschor Herzogenaurach das Konzert. Vorgetragen wurden die altböhmischen Volksweise "Freu dich Erd' und Sternenzelt", ein Lob- und Danklied zur Weihnachtszeit, sowie ein Thema aus der Sonate Nr. 23 von Ludwig van Beethoven: "Hymne an die Nacht".

Dazu passte dann auch der Schluss "Gott sei stets in mir" von John Rutter, einem der bedeutendsten und populärsten Komponisten von Chor- und Kirchenmusik.