Ein Heimspiel hatte dabei der Männergesangverein Fidelia aus Münchaurach. Stimmungsvoll und dem Anlass angemessen war die Programmfolge des Nachmittags. "O Herr gib Frieden” von Dimitrij Bortnjanskij sang Fidelia voller Inbrunst und innig, das Halleluja wurde zu einem einzigen Jubelgesang. Die Stimmführung unter dem Dirigat Waldemar Welker war perfekt und sensibel, das Publikum folgte den Chorstücken in andächtiger Stille.
Beim amerikanischen Negro Spiritual "Go down Moses", auch bekannt als "When Israel was in Egypt's land" konnte das Publikum nicht mehr so ruhig sitzen, folgte mit Bewegungen dem Rhythmus des Stückes und honorierte den Auftritt auch mit dem verdienten Applaus.
Den Nachmittag eröffnet hatte der Posaunenchor aus Kairlindach, geleitet von Hartmut Hiller. Der Posaunenchor in großer Besetzung spielte zum Auftakt das zeitgenössische Werk "Prelude IV" von Traugott Fünfgeld. Die Bläser, brillant geführt von ihrem Leiter, begleiteten auch den gemeinsamen Gesang mit "Gib und Frieden jeden Tag" und beim Negro-Spiritual "Komm, sag es allen weiter". Für ein traditionelles Stück aus Südafrika, "Siyahamba - We are marching in the light of God", gab es für den Posaunenchor besonders starken Beifall.

Besondere Akustik

Die Auftritte von Chören und Musikgruppen sind in der Klosterkirche immer ein besonderes akustisches Erlebnis, so auch bei der Chorvereinigung Frauenaurach unter der Leitung von Marina Heerdegen. Aus den Deutschen Messgesängen von Michael Haydn erklang von der Chorvereinigung erhebend "Hier liegt vor deiner Majestät, im Staub die Christenschar". Mit "Herr, Gott, dich loben wir" von Claude Fraisse beendete die Chorvereinigung ihren eindrucksvollen Auftritt.
Jugendlichen Charme versprühte das Vokalensemble "Ton in Ton" unter Sandra Hagen. Mit den Titeln "On the cross of calvary", "Beflügle meine Seele" und "Exsultate" sorgte das fünfköpfige Ensemble für gespannte Aufmerksamkeit. Mit makellosen Stimmen sowie technischer Brillanz und Präzision gelang den jungen Leuten ein hohes Niveau.
Nach dem gemeinsamen Gesang unter Mitwirkung des Posaunenchors begeisterte der Heßdorfer Singkreis und setzte den krönenden Abschluss mit vier Negro-Spirituals. Die Auftritte der Heßdorfer könnte man auch mit "Gospel und ein bisschen mehr ... " überschreiben, so vielfältig ist der Chor. Bewundernswert, wie Chorleiter Manfred Meier die mehr als 70 Chormitglieder immer im Blick hat und mit "There's a meeting here tonight" das Ende des Konzertes einläutete. Mit großer Leichtigkeit folgten "Jacob´s Ladder, Prescious Lord" und Heaven is a wonderful Place" und lieferten wiederum den Beweis, dass sich der Heßdorfer Singkreis zu Recht den Titel Leistungschor tragen darf.