"Ja, des passt scho, des kömme suu lonn" - Kommentare dieser Art waren am Mittwoch häufiger zu hören in den Erlanger Arcaden. Sie kamen fast immer aus Frauenmund. Offenbar ist das Schmücken eines Osterbrunnens eine weibliche Domäne. Aus Heiligenstadt waren Ursula Hohe, Christine Regus, Luise Schmitt Elke Formanek, Renate Bärnreuther, Bärbel Dorsch und Christiane Schmidt nach Erlangen gefahren. Begleitet hat sie Wilhelm Hohe. Er ist der Vater des Heiligenstadter Ortsgruppenvorsitzenden Roland Hohe.
Ab sofort werden fünf originalgetreu nachgebaute Osterbrunnen im Einkaufszentrum stehen und auf diese Weise für einen alten Brauch werben. 1800 handbemalte Hühnereierschalen mussten die Heiligenstadter in Erlangen verbauen. Es dauerte fast vier Stunden, bis alle an ihrem Platz waren.

Alle Hände voll zu tun

Ganz so viel hatten die Gößweinsteiner nicht dabei. Marie und Christine Probst-Gebhardt sowie Rosemarie Brendel hatten dennoch alle Hände voll zu tun, um den Osterbrunnen in der Arcaden zu schmücken. Das Original steht in der Nähe der Gößweinsteiner Basilika.
Die Egloffsteiner haben ihrerseits den Waschbrunnen nachgebildet. Er ist einer von insgesamt fünf Egloffsteiner Osterbrunnen. Allerdings war Christina Jacob mit den von der Arcaden-Floristin angebrachten Girlanden unzufrieden. Deshalb hat Christina Jacob kurzerhand umdekoriert, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Auch Renate Stodolka und Michael Wirth, der Chef des örtlichen Tourismusvereins, haben geholfen.

Auch die "Kräuterhexe" kommt

Die Muggendorfer zeigten das Schmücken in Tracht, was man im Original am Palmsonntag um 15 Uhr auch tut. Einziger Unterschied: In Muggendorf spielen anschließend "D Wiesenttaler" auf.
Und die Forchheimer hatten das Schmücken ihres Kriegerbrunnens dem Hauptschullehrer Robert Gräb überlassen, der die Eier von Schülern bemalen ließ. Ab dem heutigen Freitag wird es werktags an den entsprechenden Ortsbrunnen täglich wechselnde Aktionen geben.
Die Heiligenstadter und Egloffsteiner werden dabei Ostereier bemalen, Pensala herstellen und auch Aktionen für Kinder anbieten. Die Muggendorfer bewerben vor allem die "Binghöhle für Kinder" und haben sogar die "Kräuterhexe" Rosa Schmitt dabei. Forchheim bewirbt mit dem Gambrinus die örtliche Biervielfalt. Gößweinstein legt den Fokus auf das Barockjahr .
Das Arcaden-Management lässt in den Brunnen sogar echtes Wasser plätschern.
Für die Fränkische Schweiz ist die Sache eine prima Marketingaktion. Im Schnitt besuchen täglich rund 27 000 Menschen die Arcaden. Das sind mehr Besucher als beispielsweise auf der Nürnberger Freizeitmesse.