Ein Nachbar hat am Montag gegen 3.20 Uhr festgestellt, dass es aus in einem der Nachbarhäuser raucht. Er verständigte umgehend die Feuerwehr. Das Feuer ist im Dachgeschoss eines Reihenhauses in Burgstall ausgebrochen. Die Ursache für den Brand ist noch unklar. Der 37-jährige Hausbesitzer, seine 31-jährige Frau und die 10-jährige Tochter wurden vorsorglich vom BRK in die Klinik gebracht. Gerettet werden konnten mehrere Kaninchen die sich ebenfalls im Haus befanden.

Im Verlauf der Löscharbeiten verletzte sich zudem ein Feuerwehrmann im Halswirbelbereich, als im ein Stück der Dachisolierung auf den Kopf fiel, der Helm aber Schlimmeres verhinderte. Die alarmierten Feuerwehrleute hatten Schwerstarbeit zu leisten und dies nicht nur wegen der bereits zu dieser Zeit sehr warmen Temperaturen. Bis auf wenigen Ausnahmen mussten alle Löscharbeiten mit schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Zur Unterstützung wurden neben der Herzogenauracher Wehr weitere Wehren angefordert. Dazu kamen der Notarzt und mehrere Fahrzeuge des Rettungsdienstes. Am Einsatzort waren am Ende die Herzogenauracher Wehr mit drei Löschzügen sowie die Wehren aus Hammerbach, Niederndorf, Hauptendorf und Burgstall mit etwa 80 Feuerwehrleuten um die Löscharbeiten, dies sich als äußerst schwierig gestalteten, durchzuführen.

Das Hauptproblem stellte die Bauweise des erst zwei Jahre alten Hauses dar. Die spezielle Dachbauweise, eine Isolierung unter zwei sogenannten Hautschichten, machten eine Lokalisierung des Brandherdes unmöglich. Kaum war eine Brandstelle unter Kontrolle drang an einer anderen Stelle des Daches wieder starker Rauch aus. Nachdem, um eine endgültige Kontrolle über die Brandherde zu erlangen, das ganze Dach abgedeckt werden musste, wurde durch den Einsatzleiter vor Ort, Kreisbrandinspektor Norbert Rauch, das THW zur Absicherung angefordert.