Nach einem kurzen Rückblick auf das Jubiläum der Biotopgruppe im vergangenen Jahr erklärte sich Schmitt als Verfechter des Vorgehens, mit den Spendengeldern Fische zu kaufen, die ganzjährig Schonzeit erhalten werden, um ausgestorbene Fischarten wieder in der Aisch heimisch zu machen. Dank der Biotop- und Artenschutzgruppe hätten Aalrutten, Nasen, Barben, Gründlinge oder auch der Krebs wieder in der Aisch einen festen Lebensraum.

Vereine arbeiten zusammen

Es sei sehr schön, sagte Schmitt, dass sich immer mehr Vereine im Aischgrund diesem Artenschutzprogramm verschrieben haben und es durch den Verband oder als Einzelverein unterstützen. "Nur gemeinsam sind wir stark", meinte der Altenpfleger, der glaubt, dass die Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen in Sachen Artenschutz Früchte tragen wird.
In der Diskussion über das Jahresprogramm erinnerte Georg Schmitt daran, dass die Idee von Fritz Ottlinger, die Kopfweiden mit Maschendraht gegen Biberfraß zu schützen, Früchte trug. Wie Ottlinger erklärte, würden diese Gehölze im zeitigen Frühjahr gepflegt.
Thomas Rückert und Max Gulden waren der Meinung, dass das Biotop beim E-Center nach vielen Jahren - eine Futterstelle für Eisvögel und Störche, leider auch für Grau- und Silberreiher - ausgepumpt werden soll, nicht nur wegen des darin befindenden Fischbestands, sondern auch wegen des vorhandenen Unrats. Gerade hier will die Gruppe wieder Fische einsetzen, die sich im oberen Wasserbereich als Nahrung für die Vögel befinden sollen.
Ein weiteres Thema streifte Max Gulden. Der Schwarzenbachgraben ist wieder versandet, hier solle man das Gespräch mit dem städtischen Umweltamt suchen, wo ein Ausbaggern möglich ist, denn der Eisvogel brauche hier die wichtigen Brutröhren mit Steilufern ohne starke Verwachsungen.
Rückert und Ilka Ottlinger sprachen sich aus, 2016 wieder einen verstärkten Krebsbesatz zu tätigen. Heuer will die Biotop- und Artenschutzgruppe nochmals größere Barben in die Aisch setzen.
Neudörfer erläuterte, dass sich an diesem Kauf auch andere Vereine im Aischgrund beteiligen werden und so auf einen gemeinsamen Weg gehen wollen, was Neudörfer als vorbildlich für den Artenschutz unserer Gewässer unterstrich. "Angler reden nicht, sie handeln, und da kann uns keiner das Wasser reichen", meinte er.
Vorsitzender Klaus Müller war voll des Lobes, dass der Verein kein Zusammenschluss von "Bratpfannenfischern" sei, sondern den Artenschutz voll im Blick habe. Außerdem habe man beim Neujahrsempfang der Stadt eine verdiente Ehrung dafür erhalten, dass man seit Jahrzehnten die Aischufer reinigt.