Staunende Gesichter, als Zivilpolizist Lorenz Schleicher seine Dienstwaffe zückt. Doch es bleibt nur beim Anschauen, zu einem Schuss kommt es trotz der Bitte "Kannst du draußen mal schießen?" nicht. 90 begeisterte Kinder versammeln sich bei der Höchstadter Polizei, um hautnahe Einblicke zu erlangen.
Bei der Besichtigung des Polizeiautos können sich die Kinder in die Rolle eines Polizisten hineinversetzen. Die kugelsichere Weste anprobieren, den Fahrer des Autos spielen und den Sitzplatz für die " festgenommenen Bankräuber" selbst einmal testen.

Kinder wissen Bescheid


Auf die Frage des Beamten Siegfried Nürnberger, für was die Polizei denn alles zuständig sei, gingen die Finger in die Höhe: "Den Verkehr", "Verbrecher festnehmen" und "wenn jemand zu viel Alkohol getrunken hat, muss er den Schwips in der Zelle ausschlafen". Genau dorthin ging es dann auch, in die zwei Zellen der Höchstadter Polizei. Gespannt begutachten die Kinder die eingemauerten Möbel der Zelle und erleben, wie es sich hinter geschlossenen Gittern anfühlt. Da die Kinder dort allerdings keine ganze Nacht wie sonst die Insassen verbringen möchten, geht es weiter zur Besichtigung der Büroräume.
"So, jetzt bewegen wir uns durch das Gebäude wie ein Bürger, der eine Anzeige macht", führte Polizist Andreas Hänjes die Gruppe. Hier erfahren sie genaueres über die Schichtarbeit der Polizisten sowie dem richtigen Vorgehen, "wenn der Cityroller wieder geklaut wird". Natürlich dürfen genaue Informationen über das Verhalten im Notfall nicht fehlen. "Zwei Hühnerbeine und ein Ei sind der Notruf von der Polizei"- mit diesem Merkspruch von Hänjes sollte die Notrufnummer kein Problem mehr sein.

Beste Voraussetzungen für Beruf


"Du hast aber gute Ambitionen für die Polizei", lobte Lorenz Schleicher den kleinen Benjamin. Aus ihm sprudelten die Antworten regelrecht heraus, als es um die Aufgaben eines Zivilpolizisten geht. "Fingerabdrücke und Fotos machen", "Spuren sichern", genau das sind Aufgaben eines Zivilpolizisten.
Zum Schluss sichert Schleicher die Spuren seiner kleinen Gäste. Jeder kann seinen eigenen Fingerabdruck als Andenken mit nach Hause nehmen. Jeanette Exner vom "Verein mehr Platz für Kinder" hatte den Besuch bei der Polizei organisiert.