A wie Abtrieb: Als wäre der Berg eine Alm, kommt es jeden Abend zum selben Spektakel. Kaum haben um Punkt 23 Uhr die Bands aufgehört zu spielen, kaum ist die letzte Maß verkauft, setzen sich die Berggeister wie von unsichtbaren Kräften geführt in Bewegung zum sogenannten Abtrieb. Über die Hauptstraße wälzt sich der Menschenstrom in Richtung Innenstadt.
Schon früh am Abend Verlorengegangene tauchen wieder auf. Manch einer verpasst den Anschluss an die eigene Gruppe und wird per Handy lautstark über den Treffpunkt informiert. Während dem oft torkeligen Spaziergang wird der Bergabend resümiert und das Weiterfeiern geplant.

B wie Bier: Es haben schon viele geglaubt, dass es Zauberkräfte verleiht. Allerdings bleibt nach so ein paar Krügen Bergbier meistens nur der Kater am nächsten Morgen. Neben den großen Brauereien Tucher, Kitzmann und Mönchshof schenken noch die Steinbach-Bräu und die Brauerei Kundmüller aus Weiher aus. Auf dem Berg wird es - für Franken ansonsten eher unüblich - in Litern getrunken. Ist man beim Trinken nicht schnell genug, glotzt einen der letzte Schluck garstig aus dem Steinkrug an. Was dazu führt, dass das "Nachala" oft seinen Weg unter die Bierbank findet.

C wie Coverband: Sie beherrschen die Fieberkurve auf dem Berg: die Coverbands. Gruppen, die eigene Songs spielen, findet man eher selten. Denn dafür singt der Berggänger zu gerne mit. Oft erkennt die Menge schon am ersten Ton den Song und steigt klatschend auf die Bank. Für die Bands ist es eine Adelung, auf dem Berch ins Programm genommen zu werden. Alte Hasen der Partymusik berichten davon, dass das, was auf der Bühne so spielerisch einfach aussieht, nicht immer nur ein Vergnügen, sondern vor allem harte Arbeit ist.