Nix war's mit dem Sommermärchen beim ersten EM-Spiel der deutschen Elf, obwohl zum Public Viewing auf der Piazza des Adidas-Outlets alles für den Ansturm gerüstet war. Absperrgitter waren aufgestellt sowie Personenschleusen eingerichtet, und die Mitarbeiter der Cateringfirma brachten den Grill in Gang. Der Security-Chef wies seinen Mitarbeitern ihre Posten zu, und dann prasselte kurz vor 20 Uhr heftiger Regen auf die Piazza.
Zwei junge Damen hatten schon vorher einen Platz unter dem Vordach des Outlets aufgesucht und überlegten, ob sie gehen oder bleiben sollten. Ab und zu tauchten an der Einlassschleuse einzelne Personen auf und machten nach einem Blick auf die leere Piazza wieder kehrt. Ein Asiate mit Rucksack wurde abgetastet und eingelassen, auch er suchte sich auch einen Platz unter dem Vordach und telefonierte. Dazu gesellte sich ein weiteres asiatisches Paar und fünf Rettungskräfte des ASB. Die Freiwillige Feuerwehr Hammerbach parkte ihre Einsatzfahrzeuge ein, ebenso ein Streifenwagen der Polizei. Noch 20 Minuten bis zum Anpfiff und die drei Asiaten strebten dem Ausgang zu.


Bange Blicke zum Himmel

Die Security-Mitarbeiter blickten nach Westen, wo sich der Himmel langsam aufhellte, übten schon mal die La-Ola-Welle, und auch ein paar Fans wurden eingelassen. Kurz vor Anpfiff hielt sich dann die Zahl der Fans und der Rettungs- und Einsatzkräfte sowie der Security-Mitarbeiter in etwa die Waage. Die rund 50 Zuschauer hatten zumindest mit dem 2:0-Sieg der Deutschen ihre Freude, auch wenn der Regenschirm beim Public Viewing im Freien wohl in der nächsten Zeit zu einem treuen Begleiter werden muss.