Das Café ist ein neuer Teilbereich der eigenen Werkstatt, in dem auch neue Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen werden. Die Eröffnungsfeier fand am Freitagvormittag statt.

Durch den öffentlichen Betrieb des Cafés soll es für die externen Gäste möglich sein, einen Einblick in die Einrichtung zu bekommen und Vorurteile und Ängste abzubauen. "Einige haben eine Hemmschwelle, eine Behinderteneinrichtung zu besuchen. Das soll überwunden werden", erklärt Lisa Lechner, die Leiterin des Cafés. Ein Besuch lohne sich außerdem, da die Qualität des Angebotenen sehr hoch, die Preise hingegen sehr niedrig seien. "Wir achten darauf, lokale Produkte zu verarbeiten und zu verkaufen." Neben einer Mittagsmahlzeit, die sich täglich ändert, werden selbstgebackene Torten und Kuchen sowie Kaffeespezialitäten angeboten.

Vorschläge für den Namen des Cafés konnten die Bewohner und Beschäftigten im Rahmen eines Wettbewerbs einreichen. Unabhängig voneinander kamen Udo Wölfel und das Team der Weberei auf den Namen "Café Granada", der ihnen den Sieg brachte. Als Gewinn erhielten sie je einen Gutschein im Wert von 25 Euro.

Der Name vermittelt nicht nur südländisches Flair, sondern schlägt einen Bogen zum Leben des Johannes von Gott. Durch das Wirken des Ordensgründers der Barmherzigen Brüder wurden im 16. Jahrhundert Krankenhäuser in Granada gebaut. Daran erinnern das Zeichen eines Granatapfels im Emblem des Ordens und nun auch der Name des Cafés. Geöffnet ist Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, an Feiertagen und am Wochenende von 14 bis 17 Uhr.