Ausreißer wird es bei der BR-Radltour, die vom 2. bis 8. August quer durch Bayern rollt, nicht geben. Dafür sorgt Cheforganisator Wolfgang Slama. An der Spitze des Feldes darf niemand vorbei.

"Gefahren wird in einem geschlossenen Verbund", erklärte Slama am Dienstag bei einem Pressegespräch im Höchstadter Kommunbrauhaus. Dieser geschlossene Verbund wird allerdings zwei bis drei Kilometer lang sein. Am Donnerstag, 6. August, werden die 1200 Radler in ihrem Verbund kurz vor 16 Uhr auf dem Höchstadter Marktplatz über die Ziellinie fahren.

Höchstadt ist eines der sechs Etappenziele der vom Bayerischen Rundfunk veranstalteten Radltour. Mittlerweile ist es die 26. BR-Radltour. Ob diese Marketingaktion des öffentlich-rechtlichen Senders im kommenden Jahr in die 27. Runde geht, steht noch nicht fest.

"Auch wir müssen sparen", sagt dazu Matthias Keller-May, Leiter der BR-Radltour und stellvertretender Chefredakteur der Abendschau des Bayerischen Fernsehens. Er und Slama hoffen jedoch, dass diese sportliche Traditionsveranstaltung nicht gestrichen wird.

Teilnehmerfeld geschlossen

Wer kurzfristig noch bei einer der Etappen einsteigen möchte, hat Pech. Das Teilnehmerfeld ist auf 1200 begrenzt und die Anmeldefrist war im Frühjahr. "Wir hatten heuer fast 2000 Bewerbungen", sagt Keller-May. Daraus wurden die 1200 Starter ausgelost. Sie alle verpflichten sich, vom oberbayerischen Weilheim bis ins unterfränkische Mellrichstadt dabei zu sein.

Wer nur ab und zu mit dem Fahrrad auf den Bierkeller radelt, wird an der BR-Radltour keinen Spaß haben. Auf die Teilnehmer warten sechs Tagesetappen mit durchschnittlich 80 Kilometer. Über die rund 500 Gesamtkilometer wird die Kolonne eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometer erreichen, weiß Organisator Slama aus Erfahrung.

Das Feld der 1200 Radler bleibt immer zusammen. Es wird an der Spitze und am Ende von Polizeifahrzeugen eskortiert. Insgesamt begleiten 25 Polizeibeamte die Tour, 16 davon auf Motorrädern. Darüber hinaus hat der Tross 120 Begleiter. "Bei der Tour de France ist es anders herum", sagt Slama.

Während das hochkarätige Rahmenprogramm in den Etappenorten für die Bevölkerung kostenlos geboten wird, muss jeder Aktive 295 Euro Startgebühr bezahlen. Darin enthalten sind die Übernachtungen in Sporthallen, nicht jedoch die Verpflegung.

Höchstadt stellt wie alle anderen Etappenorte die Infrastruktur - Hallen, Duschen und Toiletten - für die einmalige Übernachtung der Radler und wird Partner der BR-Radltour. Dafür bekommt die Stadt viel Werbung in Rundfunk und Fernsehen und auf dem Festplatz in den Aischwiesen ein Abendprogramm, unter anderem mit der Band "Earth, Wind and Fire Experience feat. Al McKay".

"Wir haben uns gesucht und gefunden", sagt Bürgermeister Gerald Brehm (JL) zur Zusammenarbeit mit dem BR. "Zwischen Stadt und BR fließt kein Geld", fügt er noch an.