Wie die Polizei mitteilt, hatte sich gegen 15.45 Uhr der starke Verkehr in Richtung Frankfurt so verlangsamt, dass die letzten Fahrzeuge der Kolonne auf dem linken Fahrstreifen zum Stillstand kamen.

Ein Lkw-Fahrer, der links fuhr, bemerkte dies rechtzeitig, wechselte nach rechts und gab dadurch die Sicht auf das Stauende für einen ihm folgenden 47-jährigen Nissan-Fahrer frei. Dieser erkannte allerdings zu spät, dass die Fahrzeuge vor ihm bereits standen und krachte auf den Golf eines 44-jährigen Mannes aus Hessen. Beide Fahrzeuge wurden auf der feuchten Fahrbahn herum gewirbelt. Der Golf kam an der Mittelleitplanke, der Nissan mitten auf der Fahrbahn quer zur Fahrtrichtung zum Stehen. Beide Autos mussten abgeschleppt werden.

Der VW-Fahrer und dessen drei Jahre ältere Beifahrerin wurden leicht verletzt; sie begaben sich später in ärztliche Behandlung. Während der Unfallaufnahme und der Bergung der Fahrzeuge leitete die Autobahnpolizei den Verkehr auf dem Standstreifen vorbei. Es kam kurzfristig zu einem Stau von etwa zwei Kilometern.


Ohne Berechtigung am Steuer

Bei der Überprüfung der Führerscheindaten des Unfallverursachers erfuhren die Beamten, dass dem Mann die Fahrerlaubnis behördlich entzogen worden war. Er hätte seinen Führerschein längst abgeben müssen und saß widerrechtlich am Steuer des Wagens. Das Dokument wurde deshalb an Ort und Stelle sichergestellt.