Ein volles Haus bescherte dem Kunstraum in Herzogenaurach die Eröffnung der Ausstellung "Mythen der Bauern von Apalín". Gezeigt werden noch bis zum 19. OktoberArbeiten von Schülern in Peru über ihre Welt.

Die gute Akzeptanz hatte die Ausstellung auch dem Deutschlandtreffen der Unterstützer von Cajamarca zu verdanken. Hans Meister konnte zahlreiche Engagierte aus diesem Bereich im Ausstellungsraum begrüßen. Organisiert hatten das Treffen und die Ausstellung der Sachausschuss der Herzogenauracher Stadtpfarrei "Partnerschaft Tembladera" und der Förderkreis Cajamarca. Meister bedankte sich bei allen, die dieses Treffen und die Ausstellung ermöglicht hatten.

Aus der Partnerregion in Peru war Padre Segundo Alarcon Cobeñas, der seit 2011 als Pfarrer in Tembladera wirkt, an die Aurach gekommen. Anwesend war auch Carlos Arana, Lehrer in Apalín Alto. Er unterrichtet die Schülerinnen und Schüler der Primarschule von Apalín Alto, die die Werke geschaffen haben und damit das Weltbild in den Anden an Interessenten vermitteln wollen.

Zwei Jahre Arbeit

Der Ort liegt in 3700 Meter Höhe, die Bewohner haben sich noch viele Mythen und Riten aus alter Zeit bewahrt. Angeregt durch Lehrer Carlos Arana stellten die Schülerinnen und Schüler Büchlein mit Themen des Dorfes zusammen. Zwei Jahre waren sie damit beschäftigt, das traditionelle Wissen der Bauern über ihr Weltbild zusammenzustellen.

Die Bilder erzählen von Harmonie und Chaos, vom Dualismus zwischen Amito, den Herrn der Oberwelt, und den Shapis, den Dämonen der Unterwelt, die die Macht über den Kosmos erlangen wollen. Sowohl Amito, der "große Ordner" der Welt, als auch Mutter Erde wollen, dass die Menschen in Harmonie mit der Natur leben und rücksichtsvoll miteinander umgehen.

In seiner Begrüßung rief Hans Meister dazu auf, sich mit dem Weltbild der Menschen in der Partnerschaft zu beschäftigen, was Missverständnisse ausräumen könne. Denn die Bewohner in Peru würden anders denken als Europäer und mit der Natur in Einklang leben.

Elisabeth Hochleitner, die Erste Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins, erklärte: "Die Geschichte, die die Bilder erzählen, berühren Kopf und Herz!". Das Grußwort der Stadt Herzogenaurach überbrachte Zweite Bürgermeisterin Renate Schroff.

Für die musikalische Einstimmung in die Welt der Bauern von Apalín zeichnete Jorge Farfán mit Gitarre und Panflöte verantwortlich.