"Ich war damals Gemeindediener", lächelte Winkler auf die Frage, was ihn bewog, seinerzeit dem OGV beizutreten. "So hatte ich eh die Aufgabe, irgendwo anfallende Geldbeträge einzukassieren. Der damalige Kassier des OGV, Paul Lösch, war froh, wenn ich die ausstehenden Mitgliedsbeiträge gleich mit erledigte. Und bevor ich mich´s versah, war ich selbst 'kassiert' und beim OGV aufgenommen."

Vor allem das gesellschaftliche Beisammensein und der Zusammenhalt im Dorf waren nicht nur für ihn, sondern auch für die Jubilarin Willner Grund, dem Verein so lange die Treue zu halten. "Man trifft sich, schöne Ausflüge werden gemacht und die Gemeinschaft macht einfach Freude", sind sich die Geehrten einig.

Neben den Lehrgängen, Kursen und geselligen Treffen, die der OGV nach dem Jahresbericht von Vorsitzender Billner im Jahresverlauf anbietet, liegt dem Vorstand die Heranführung von jungen Leuten und Kindern an die Natur und ihre Zusammenhänge am Herzen. Von 211 Mitgliedern gehören immerhin 47 den "Maulwürfen" an, der Jugend/Kindergruppe. Die haben im vergangenen Jahr bei der Aktion "Ramadama" fünf bis sechs Säcke achtlos weggeworfenen Müll eingesammelt und auf etlichen Wanderungen manches über die Natur erfahren, was ihnen bisher ganz neu war. Höhepunkt nach den Worten von Gruppenleiterin Käthe Vaas: Der Fund eines Rehskeletts, oder zumindest Teilen davon. "Was die Eltern zuhause zu dieser Art von Mitbringseln gesagt haben, weiß ich nicht" schmunzelte sie. "Aber zumindest beschwert bei mir hat sich niemand."

Die Regularien der JHV waren schnell erledigt. Der vorgesehene Vortrag zum Thema "Essbare Blüten" musste wegen Erkrankung der Referentin ausfallen. So blieb im Vereinsheim noch Zeit für gemütliches Beisammensein.