Vor 30 Jahren wurde der Heimat- und Gartenbauverein Aurachtal gegründet. Dieses Jubiläum war Anlass für den Verein, einen Baum zu pflanzen. Bereits vor fünf Jahren hatten die Vereinsmitglieder den damaligen Baum des Jahres, eine Wildkirsche, gepflanzt, nun ist es ein Feldahorn, der seinen Platz neben dem Flurweg zwischen Münchaurach und Neundorf gefunden hat. Gestiftet wurde der Baum vom Landkreis und dem Kreisverband der Gartenbauvereine.
Der Baum des Jahres wird seit 1989 gewählt. Es handelt sich dabei immer um einen bedrohten, unbekannten oder seltenen heimischen Baum. In diesem Jahr ist es der Feldahorn, auch Maßholder genannt. Der Feldahorn ist vor allem in Mittel- und Südeuropa zu finden. In Deutschland fand er seinen Platz durch den Menschen. Seine Verwendung findet der Feldahorn vor allem im Garten- und Landschaftsbau, da er sich sehr gut in Form schneiden lässt.

Verein übernimmt die Pflege

Bürgermeister Klaus Schumann (ÜWB), stellvertretender Landrat Christian Pech (SPD) und die Vorsitzende des Heimat- und Gartenbauvereins, Gudrun Eigler, schritten dann zur Tat und schaufelten Erde in das Pflanzloch, um dem Baum sicheren Halt zu geben. Für die weitere Pflege sind der Verein und seine Mitglieder verantwortlich.
Die Baumpflanzung war die erste Aktion des Vereins, um das 30. Jubiläum zu feiern. Da auch die Gemeinde Aurachtal heuer ein Jubiläum feiert, denn die Partnerschaft mit der Gemeinde Reichenfels in Kärnten/Österreich besteht seit 40 Jahren, nimmt der Heimat- und Gartenbauverein Aurachtal im September an den Feierlichkeiten des Partnerschaftsjubiläums beim Klosterfest teil. Die letzte Aktion im Jubiläumsjahr des Vereins ist der Jahresabschluss mit den Ehrungen langjähriger und treuer Mitglieder.

Der Tag des Baumes

Neben dem Baum des Jahres gibt es seit November 1951 auch einen Tag des Baumes. Beschlossen wurde dieser von den Vereinten Nationen. In Deutschland wurde der Tag des Baumes erstmals am 25. April 1952 begangen.
Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, pflanzten an diesem Tag im Bonner Hofgarten einen Ahorn. Seitdem wird der Tag des Baumes jedes Jahr im April in Deutschland mit Feierstunden begangen und soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein halten.