Und was macht der grüne Antragsteller daraufhin? Er lenkt ein und paukt seine Forderung nicht einfach so durch. Obwohl er hierfür sicherlich eine Stadtratsmehrheit erhalten hätte. Stattdessen geht er auf die Fraktion der CSU zu: "Wenn es ein Herzensanliegen der CSU ist, dann vertagen wir das."

Anlass der kurzen, aber knackigen Debatte war der Antrag, bei bestimmten Ermäßigungen die Altersbeschränkung zu kappen. Studierende und Auszubildende in öffentlichen Einrichtungen erhielten bislang Nachlässe bei städtischen Veranstaltungen und Eintrittsgeldern. Doch bisher ist das mit einer Altersbeschränkung von 27 Jahren verknüpft, und die wollte Simon kappen. Weil die Berechtigten in der heutigen Zeit immer älter würden, Quereinsteiger seien oder den zweiten Bildungsweg nutzen.

In der Debatte wurde manches angesprochen, was schlicht noch ungeklärt sei. Wie zum Beispiel die Frage, ob denn Bachelor-Studenten, die schon gutes Geld verdienen, auch vergünstigt werden sollten. "Der Teufel liegt im Detail", meinte Walter Nussel (CSU) und dachte an diejenigen, die eine handwerkliche Weiterbildung machen. Müsse man die schlechter behandeln als angehende Akademiker?

Simon lenkte ein, spätestens als Franz-Josef Lang (CSU) ebenfalls eine Verschiebung in den Ausschuss vorschlug. Demnach wurde jetzt nicht abgestimmt. Bürgermeister German Hacker (SPD) sagte allerdings voraus, das Ergebnis würde dann das gleiche bleiben.